Groß genug für die Kupferdiebe ist das Loch im Maschendrahtzaun. Im Schnee sind viele Spuren zu sehen.
Ilsede-Klein Ilsede. Offensichtlich keine Angst vor Stromschlägen hatten unbekannte Täter, die nach PAZ-Informationen sieben 30-Meter-Rollen Kupferdraht aus dem Umspannwerk in Klein Ilsede geklaut haben. „Die Täter haben den Maschendrahtzaun, der das Umspannwerk umgibt, aufgeschnitten und sind so auf das Gelände gekommen“, sagt Polizei-Sprecher Peter Rathai.
Der entwendete Kupferdraht hat einen Wert von etwa 1000 Euro, schätzt Rathai. „Es kommt leider öfter vor, dass dort Draht geklaut wird – und zurzeit wird Kupfer hoch gehandelt.“ Die Ermittlungen dauern an. Einen Helfer hat die Polizei dabei in dem hartnäckigen Winter – vor dem großen Loch im Maschendrahtzaun sind Reifenspuren gut sichtbar, auch zahlreiche Fußspuren haben die Kupferdiebe hinterlassen. Die Tatzeit können die Beamten bislang nur auf den Zeitraum Mittwoch vergangener Woche bis vergangenen Montag eingrenzen.
Die aufgeschnittenen Stellen im Zaun wurden inzwischen notdürftig gesichert und auch Strafanzeige wurde bereits gestellt – Betreiber des Höchstspannungsnetz in dem Klein Ilseder Werk ist die Bayreuther Firma Trans-Power. Pressesprecherin Joelle Boullion bestätigt: „Es kommt leider immer wieder vor, dass Kupferdrähte auch von dort geklaut werden.“
Erst vor etwa drei Wochen haben Unbekannte beim Klein Ilseder Umspannwerk einen Materialcontainer geöffnet.
Simon Polreich