Die gemeinsame Sitzung des Ortsrates Klein Ilsede und des Ilseder Planungsausschusses.
Klein Ilsede. Dabei gaben Planungsausschuss und Ortsrat eine gemeinsame Stellungnahme zum laufenden Planfeststellungsverfahren für den Umbau der Ortsdurchfahrt (siehe auch Text unten) ab. Knackpunkt der aktuellen Debatte: Beide Gremien wünschen sich Parkbuchten an der örtlichen Bäckerei im Mittelstück der Durchfahrt und eine Querungshilfe am südlichen Ortsausgang für Fußgänger – zwei Wünsche, die in der aktuellen Planung der Landesbehörde für Verkehr und Straßenbau, die gestern drei Vertreter schickte, keine Beachtung findet. Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes, Ausschuss- sowie Ortsratsmitglieder und viele der 20 anwesenden Bürger betonten, wie wichtig die Parkplätze für den Kundenverkehr der Bäckerei wären. Der ansässige Bäcker selbst sagte, er könne die sich ohne den Kundenverkehr nicht halten.
Vom Bauherren des Projektes, der Landesbehörde, gab es aber zunächst kein grünes Licht. „Zum einen gibt es an der Stelle eine einmündende Straße: Parkende Autos würden einfahrenden PKW die Sicht nehmen“, so Michael Peuke von der Behörde. Zum anderen reiche der Platz einfach nicht für Fahrbahn, Parkbuchten und Geh- und Radweg. „Ein 2,5 Meter breiter kombinierter Fahrrad- und Gehweg ist notwendig. So würden nur 2 Meter bleiben.“ Angesichts der zahlreichen Wortmeldungen versprach er, die Landesbehörde werde diesen Wunsch in die laufende Planungsvorarbeiten „mitnehmen“.
Zudem stellten viele besorgte Anwohner, darunter auch der Kirchenvorstand, Fragen zu den geplanten Umbauten vor ihrer Haustür. Ihnen allen riet Peuke, Einwendungen bis zum 26. Januar bei der Gemeinde oder dem Landkreis einzureichen, wo die Pläne derzeit offiziell ausliegen. Die schriftlichen Einwendungen würden in dem Planungsverfahren berücksichtigt und bei einem späteren Erörterungstermin nocheinmal besprochen – ebenso wie die Stellungnahme der Gemeinde, deren beide Wünsche gestern von Ausschuss und Ortsrat vorbereitend formuliert wurden.
sip
Klein Ilsede. Die geschätzten Kosten für den Umbau belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro, davon trägt der Bund 2 Millionen, die Gemeinde 300 000 Euro. Der Baubeginn sei aber noch unklar. Diese Punkte sind in den Planungen bislang vorgesehen.
Die Fahrbahnbreite soll auf einer Länge von rund 990 Metern von bisher bis zu 12,50 auf 7 Meter zu reduziert werden, um eine Verringerung der Geschwindigkeiten zu erreichen und mehr Raum für den Fußgänger- und Radverkehr zu schaffen. Gemeinsame Geh- und Radwege, 18 Längsparkstreifen und Grünflächen sind geplant.
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