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Fuhsewiesen Ilsede

Feuchtgebiete haben „nationale Bedeutung“

Nicht locker lässt Professor Hans Oelke als Vorsitzender der Peiner Biologischen Arbeitsgemeinschaft beim Thema Fuhsewiesen Klein Ilsede. Jetzt hat er einen Brutvogel-Meldebogen an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Naturschutz geschickt. Und die Antwort sieht der Biologe als „mittlere Sensation“ an.
Still und starr ruht das Feuchtgebiet: Professor Hans Oelke unterstreicht seine Forderung, dass die Klein Ilseder Fuhsewiesen unter Naturschutz gestellt werden.

Still und starr ruht das Feuchtgebiet: Professor Hans Oelke unterstreicht seine Forderung, dass die Klein Ilseder Fuhsewiesen unter Naturschutz gestellt werden.

© cb

Ilsede-Klein Ilsede. Die Behörde bewertet das Gebiet als Brutvogel-Lebensraum mit nationaler Bedeutung. „So etwas hat es im Peiner Land noch nie gegeben“, ist sich Oelke sicher. Gleichzeitig macht die Behörde jedoch auch eine Einschränkung: Die Fuhsewiesen würden nicht die Kriterien als Vogelschutzgebiet erfüllen, da die Fläche schlicht zu klein sei.

Trotzdem fordert Oelke einen besseren Schutz der Fuhsewiesen und kritisiert abermals die Kreisverwaltung und den Wasserverband. „Wenn das so weiter geht wie bisher, ist das Gebiet bald kaputt“, befürchtet der Biologe. „Ich fordere den Landkreis auf, die Fuhsewiesen endlich als Naturschutzgebiet auszuweisen.“

Monatelang streiten sich Kreisverwaltung und die Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft bereits um den „richtigen“ Umgang mit den Fuhsewiesen. Was ist wichtiger: ein trockener Keller oder Nistplätze für Vögel? So lässt sich der Konflikt knapp zusammenfassen. Für den Kreis sind die Fuhsewiesen vor allem ein „gesetzlich festgestelltes Überschwemmungsgebiet“, für die Biologen ein zu schützendes „Vogel-Eldorado“.

Den neuerlichen Angriff von Oelke kontert die Kreisverwaltung mit einer kurzen Mitteilung: „Weitergehende Unterschutzstellungen sind zurzeit nicht vorgesehen.“ Gleichzeitig unterstreicht der Landkreis die Bedeutung der Fuhsewiesen.

„Der naturschutzfachliche Wert steht außer Frage“, erläutert Henrik Kühn, Pressesprecher der Kreisverwaltung. „Derartige Auenlebensräume sind in Mitteleuropa selten geworden und sollten deswegen im ursprünglichen Zustand erhalten werden.“ Oelke fordert, dass solche Sätze nicht nur Lippenbekenntnisse sein dürfen. „Es muss sofort gehandelt werden.“

mu


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