Volle Kirche: Gottesdienst zur Rückkehr der Sternsinger in der Groß Ilseder St.-Bernward-Kirche.
Ilsede. Ein bisschen verbogen ist der ein oder andere Zacken der goldenen Kronen. Aber nach dem Wind und Regen der letzten Tage ist das kein Wunder. Denn trotz des widrigen Wetters hatten sich im Peiner Land in den vergangenen Tagen viele Kinder als Sternsinger verkleidet und Gottes Segen in die Welt gebracht. Gestern wurde in der St.-Bernward-Kirche in Ilsede bei einer Heiligen Messe die Rückkehr der kleinen und großen Sänger gefeiert.
„Etwa 90 Kinder waren in der vier Kirchen umfassenden Pfarrei unterwegs. Viele hatten ein straffes Programm vor sich“, sagte Pfarrer Thomas Mogge. Beim Gottesdienst waren etwa 50 Kinder anwesend. „Die jüngsten Sternsinger sind gerader drei Jahre alt, die ältesten im Jugendalter“, so Mogge. Oft bleiben auch die größeren Sternsinger der Aktion treu, indem sie als Begleitung für die kleinen Kinder eingesetzt werden. In Gruppen ziehen verkleidete Jungen und Mädchen von Haus zu Haus, singen Lieder und schreiben den Neujahrssegen „20*C+M+B*12“ über die Eingangstür.
„Die Zahlen stehen für das Jahr, die Buchstaben stehen für einen lateinischen Satz, der ,Christus segne dieses Haus‘ bedeutet“, erklärte Mogge. Für die Übermittlung des Segens bekommen die Kinder Süßigkeiten und Geld. Dieses wird dem päpstlichen Sternsinger-Hilfswerk zur Verfügung gestellt.
„Seit 2008 haben wir in unserer Pfarrei 65 000 Euro gesammelt“, so Mogge, „die Aktion ist von Kindern für Kinder.“ In diesem Jahr kommt das Geld Nicaragua zugute, dem drittärmsten Land der Welt.
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