Detlef Winter (links) und Siegfried Skarupke präsentieren Teile des etwa 200 Jahre alten Webstuhls.
Ölsburg. „Ich wollte das Ding schon als Brennholz verfeuern, als ich es in der Scheune gefunden hatte“, sagt Detlef Winter aus Ölsburg. „Ich dachte, dass seien nur ein paar Bretter.“ Weit gefehlt. Die „paar Bretter“ entpuppten sich als etwa 200 Jahre alter Webstuhl.
Das hatte Siegfried Skarupke, ein Bekannter des Antikhof-Besitzers, in letzter Minute noch erkannt. „Ich habe mir die Sache angesehen und war mir sofort sicher, dass es sich um eine historische Handwerksmaschine handelt“, erklärt der historisch Interessierte Ölsburger.
Für Skarupke ist der Antikhof eine echte Goldgrube. Es gibt ungezählte geschichtsträchtige Einzelstücke - dazu alte Fotos, Postkarten und vieles mehr. Und zu beinahe jedem Stück, kann Antikhof-Besitzer Winter eine Anekdote erzählen. „Ich mag alte Dinge einfach“, sagt der Ölsburger. „Die Sachen haben eine eigene Geschichte.“
1990 hat er in Ölsburg gebaut, sieben Jahre später den Antikhof errichtet. Er kauft alte Möbel an, restauriert sie und stellt sie dann wieder zum Verkauf. Doch das Geschäft laufe momentan nicht so gut. Die Leute wollen anscheinend keine alten Möbel mehr“, sagt er achselzuckend. „Viele wollen es eben so modern wie möglich haben.
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Der anfangs angesprochene Webstuhl soll übrigens restauriert und anschließend in ein Museum oder eine Heimatstube gebracht werden. Übrigens hat Winter sogar Beweise gefunden, dass der Webstuhl offenbar schon mal funktioniert hat. So gibt es historische Kleidungsstücke, die wohl mit der Maschine hergestellt wurden. Auch eine Haspel gehört zum Fundus des Antikhofes.
„Damit wurde das Garn auf- oder abgewickelt“, erläutert Winter. Und natürlich gibt es auch dazu eine Geschichte. Doch die Abenteuer der Schneiderin Bonecke aus Ölsburg sollen ein andermal erzählt werden.
mu