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Ungewöhnliche Partnerschaft

Völkerverständigung unter Stedumern

Von Stedum nach Stedum fahren und gleichzeitig ein anderes Land besuchen: Diese Möglichkeit besteht vom 30. April bis 2. Mai. Für diese Zeit organisieren Ortsrat und Vereine des Hohenhamelner Stedums eine Reise in den gleichnamigen Partnerort in den Niederlanden. „Noch haben wir Plätze frei“, sagt der stellvertretende Ortsbürgermeister Henning Peyers (CDU).
 Teilnehmer der Fahrt haben die Möglichkeit, vorab die farbenfrohen Festwagen zu bestaunen, die in den Niederlanden für den Tag der Befreiung gebaut werden.

Teilnehmer der Fahrt haben die Möglichkeit, vorab die farbenfrohen Festwagen zu bestaunen, die in den Niederlanden für den Tag der Befreiung gebaut werden.

© azi

Hohenhameln-Stedum. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Besuch des Königinnenfests und ein Konzert der Kapelle „Jehova Nissi“. Am Sonnabend werden die prächtigen Festwagen besichtigt, die in den Niederlanden für den Tag der Befreiung am 5. Mai gebaut werden.

Farbenfrohe Festwagen

„Diese Wagen gibt es nur alle fünf Jahre. Jede Straße baut einen eigenen und am Ende steht ein Wettstreit um das schönste Modell“, sagt Peyers. Nicht-Straßenangehörige dürften vorher keinen Blick auf die Wagen der anderen werfen. Die Gäste aus dem Partnerort seien aber eingeladen, jeden Wagen zu begutachten und zu bewerten. Anschließend ist ein Festabend mit Musik und Tanz geplant.

Vor mehr als 30 Jahren wurde die ungewöhnliche Partnerschaft zwischen den beiden namensgleichen Orten aus einem Zufall geboren: Sito Mellema, der damalige Bürgermeister des niederländischen Stedums, entdeckte auf einer Landkarte den deutschen Namensvetter. Kurzentschlossen schrieb er seinem Amtskollegen Otto Peyers einen Brief – und wurde prompt eingeladen. Knapp zwei Monate später brach bereits der erste deutsche Gegenbesuch auf. „Mittlerweile haben sich aus dieser spontanen Begegnung viele langjährige Freundschaften entwickelt“, sagt Peyers, der Enkel des damaligen Ortsbürgermeisters.

Die Busreise beginnt am Freitag, 30. April, um 13 Uhr. Die Heimreise wird am frühen Sonntagnachmittag nach einem gemeinsamen Gottesdienst und dem Abschiedsessen angetreten. Die Unterbringung der Teilnehmer erfolgt in Gastfamilien. Die Reisekosten werden aus der Partnerschaftskasse der Gemeinde und der „Papierkasse“ bezuschusst. Damit bleibt ein Unkostenbeitrag von 20 bis 30 Euro pro Person.

Interessenten können sich bei Wolfgang Hagt, Telefon 05128/ 5641, oder Henning Peyers, Telefon 05128/ 404535 beziehungsweise peyers@t-online.de, anmelden.

azi


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