Kriminaloberkommissar Peter Wandt zeigt einen der nachgemachten Goldbarren, die im Internet zu kaufen sind.
Hohenhameln. Doch auch damit gab sich der Unbekannte zufrieden – als Anzahlung. Den Rest wollte er einige Tage später holen.
Der Rentner wartete. Doch der Unbekannte tauchte nicht wieder auf. „Da wurde der 91-Jährige misstrauisch“, sagt Kripo-Chef Michael Sock. Der Senior wandte sich an die Mitarbeiter in einer Sparkassen-Filiale – und erlebte ein böses Erwachen. Die Banker erklärten dem Rentner, dass es sich um Repliken handele, also Barren und Münzen, die dem Original nachempfunden sind und frei im Internet gehandelt werden. „Dort wird eindeutig darauf verwiesen, dass es sich um Imitate handelt“, sagt Kriminal-Oberkommissar Peter Wandt, der den Fall bearbeitet.
Der Preis für einen Barren im Internet beträgt knapp 20 Euro. Eine Münze geht für einen Euro über den Tisch. Der Gegenwert der Imitate beträgt etwa 270 Euro. „Es war ein Glücksfall, dass der 91-Jährige nicht noch mehr Geld im Hause hatte“, sagt Sock und ergänzt: „Bei etwas mehr Aufmerksamkeit hätte er den Betrug erkennen können, weil sich auf den angeblichen Goldbarren eine Prägung befand, die darauf hinwies, dass es sich um Repliken handelte.“
Sock und Wandt warnen eindringlich davor, derartige Geschäfte an der Haustür oder auf der Straße zu tätigen. Es ist nicht auszuschließen, dass im Landkreis Peine noch andere Senioren auf die gleiche Art und Weise betrogen worden sind. Personen, die solche Geschäfte an der Haustür gemacht haben, mögen ihre erworbenen vermeintlichen Wertgegenstände dringend einer fachkundigen Person vorlegen und im Falle des Betruges Anzeige erstatten.
Die Täterbeschreibung: zwischen 20 und 30 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß. Hinweise nimmt die Polizei in Peine unter 05171/ 9990 entgegen.
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