Er ist Landwirtschaftsminister, aber kein Mitglied des Landtags: Der Hohenhamelner Gert Lindemann (rechts) mit Ministerpräsident David McAllister.
Hohenhameln. „Ein Landtagsmandat strebt der Minister nicht an“, sagte Lindemanns Sprecherin Natascha Manski zur PAZ. Ob der Hohenhamelner im Amt bleibt, bestimmen dennoch die Wähler: Falls die CDU im Januar 2013 die Landtagswahl gewinnt, würde Lindemann gern Minister bleiben. „Entscheiden muss das aber der Ministerpräsident“, betonte seine Sprecherin. Lindemann sehe der Wahl „gelassen entgegen“.
Seine lange politische Karriere hat Lindemann auch bisher ohne Landtags-Mandat gemeistert. Zur Wahl stellte er sich nur auf kommunaler Ebene: Lindemann war Anfang der 1990er-Jahre Ortsbürgermeister von Hohenhameln und saß zehn Jahre lang für die CDU im Gemeinderat.
Seine Karriere begann der Jurist 1979 als persönlicher Referent des damaligen niedersächsischen Landwirtschaftsministers Gerhard Glup. Später wurde er Referatsleiter. Von 2003 bis 2005 war Lindemann Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, bevor er ins Bundesministerium nach Berlin wechselte. Dort arbeitete er zuletzt für Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die ihn vor zwei Jahren entließ. Nach zwölf Monaten Karriere-Pause wurde Lindemann am 19. Januar 2011 als Landesminister vereidigt – als Nachfolger der zurückgetretenen Astrid Grotelüschen.
Bei der Landtagswahl 2013 bewerben sich fast alle niedersächsischen Minister für ein Abgeordneten-Mandat. Lindemann ist da eine Ausnahme – zusammen mit Wissenschaftsministerin Johanna Wanka, die ebenfalls nicht kandidiert (PAZ berichtete).
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