Der Hamburger Spottverein beim Auftritt in Hohenhameln.
Hohenhameln. Die drei Darsteller begeisterten ihr Publikum mit einem Schauspiel, das als Rahmenhandlung ein altes Treffen ehemaliger WG-Freunde hatte. Die Freunde: Gaby, eine unorthodoxe Schmuckmacherin, Jürgen, Lehrer und Vater von fünf Töchter, sowie Rüdiger, der immer klare Vorstellungen von seinem Leben hatte, die sich jedoch selten erfüllt haben. Die nun über 50-Jährigen vergleichen ihre Erfahrungen mit dem Älterwerden mit denen, die ihre Kinder jetzt machen und üben dabei verhalten Kritik an modernen Trends.
„Es ist toll hier zu spielen“, sagte Spottverein-Mitglied Christian Biermann-Ratjen in der Pause im PAZ-Gespräch. „Besonders auf so einer Hochbühne, das hat etwas Nostalgisches.“ Nach der Pause ging der Spaß munter weiter, neben dem Rahmenstück traten die drei jetzt auch noch als Musiker auf oder als hanseatische Kaufmänner, die mit ihrem trockenen Humor das Publikum begeisterten. Ganz besonders viel Applaus erntete dabei ein Dia-Vortrag von einem Venedig-Urlaub der drei, der allerdings keine Aufnahmen von der Stadt zeigt, sondern mehr die Fahrt dorthin und die Pausen, die unterwegs gemacht wurden.
„Vor der Pause musste uns das Publikum noch kennenlernen, aber danach war die Stimmung sehr viel gelöster“, bilanzierten die drei Protagonisten am Ende über den Abend in Hohenhameln. Auch Besucher Hans-Joachim Rex aus Clauen war begeistert: „Es ist sehr lustig, die Gruppe macht das ganz prima.“
Und auch Petra Moderow, Vorstandsmitglied des Kulturvereins, zeigte sich zufrieden: „Der Hamburger Spottverein ist ja eine völlig neue Attraktion in unserem Spielplan – und da sind wir mit 90 Besuchern sehr zufrieden.“
jaw