Der Windpark zwischen Arpke und Oelerse ist dem Ortsrat von Sievershausen ein Dorn im Auge.
Deshalb hatten sie Claudia Meyer-Appel vom Planungsamt eingeladen: Sie sprach im Ortsrat über Schattenwurf-Analysen, Lärm, Abstände und Höhe der Windräder. Und sie bestätigte, dass vereinbarte Abstände zum Dorf in der weiteren Planung nicht eingehalten werden: Diese lagen ursprünglich bei 1000 Metern, nun werden sie 800 Meter betragen.
Laut Ortsbürgermeister Hans-Egon Seffers sollen acht weitere Anlagen auf dem Windparkgelände zwischen Arpke, Schwüblingsen und Oelerse entstehen – in unmittelbarer Nähe zu Sievershausen, aber auf dem Gebiet der Gemeinde Edemissen. Zwei der Anlagen werden 120 Meter hoch, zwei weitere sogar 150 Meter. Bei den letzteren werden bestehende Windräder durch neue ersetzt, die größer und leistungsfähiger sind – Experten sprechen von „Repowering“.
Der Ortsrat beschloss bei einer Enthaltung, dass er künftig über die weitere Planung umfassend informiert werden möchte. Ortsratsmitglied Karl-Heinz Festerling enthielt sich der Stimme, weil er der Meinung ist, dass „Beteiligte immer zuletzt informiert“ würden. Da nütze es auch nichts, das Thema Bürgeriniative anzusprechen, wenn der Ortsrat noch gar keine Kenntnis von den Planungen habe – geschweige denn der Bürger. Seffers hatte bedauert, dass in Oelerse schon über eine Bürgerinitiative nachgedacht würde, während in Sievershausen „still der See ruht“.
hb