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Hohenhameln

Ein neues Heim fürs Rapskäfer-Fanggerät

Bereits im Frühsommer will der Heimatverein Hohenhameln seine neue Heimatstube eröffnen. Derzeit ist ein harter Kern von rund zehn Mitgliedern dabei, die Schätze des Vereins in den Räumen im Schulzentrum unterzubringen.
Siegfried Hahne, Otto Köhler, Horst Fette (halb verdeckt), Gerd von der Heyde, und Jens Riese (verdeckt) beobachten Artur Bollinger, der den eben aufgestellten alten Kohleherd mit einem modernen Staubsauger reinigt.

Siegfried Hahne, Otto Köhler, Horst Fette (halb verdeckt), Gerd von der Heyde, und Jens Riese (verdeckt) beobachten Artur Bollinger, der den eben aufgestellten alten Kohleherd mit einem modernen Staubsauger reinigt.

© sz

Hohenhameln. Der Begriff Stube führt jedoch in die Irre: Statt eines engen Zimmers stehen den 230 Mitgliedern und ihren Besuchern ein geräumiger Keller, ein Klassenraum und drei kleine Räume im Zwischengeschoss zur Verfügung. Auf rund 200 Quadratmetern ist historische Technik aus den Bereichen Landwirtschaft, Handel, Handwerk und Gewerbe sowie Hauswirtschaft zu sehen. In den im Jahr 2010 renovierten Räumen finden sperrige landwirtschaftliche Geräte wie Pflüge, Eggen und Erntemaschinen Platz.

Auch ein Rapskäfer-Fanggerät von 1920 gehört dem Verein. Das älteste Stück der Sammlung ist ein Stück einer aus dem 18. Jahrhundert stammenden Wasserleitung aus Eiche, das beim Ausbau de Dehnenwegs gefunden wurde. Bei älteren Hohenhamelnern mag der alte Bollerwagen mit dem Güllefass darauf Erinnerungen an die gärtnerische Selbstversorgung in der Nachkriegszeit wecken.

Eine komplette Schlachtereiausstattung von der Molle bis zur Dosenverschlussmaschine, eine Elektro- und eine Schuhmacherwerkstatt werden in den neuen Räumen ebenso Platz finden wie ein ohne Strom funktionierender Eisschrank, Butterstempel mit dem Reichsadler, Milchschalen, Bohnenschnippelmaschinen und verschiedene Herde. Ältestes Stück der Sammlung: ein Webstuhl von 1762, der nur darauf wartet, zusammengesetzt zu werden.

„Jetzt fangen wir schon damit an, Objekte aus der jüngeren Vergangenheit zu sammeln“, berichtet der Vereinsvorsitzende Otto Köhler. „Heute staunen doch die  Kinder und Jugendlichen bereits über Nähmaschinen mit Fußantrieb oder Röhrenradios mit einem magischen Auge.“

Wer solche Schätze noch herumstehen hat, solle erst den Heimatverein um Rat fragen, bevor der Sperrmüll bestellt werde.

sz

Weitere Mitstreiter gesucht

Der Verein kann noch weitere neue Mitglieder gebrauchen. „Sie dürfen durchaus jünger sein“, erklärt Otto Köhler. Nicht nur handwerkliches Geschick ist gefragt, sondern auch Spaß am Umgang mit alten Papieren: In der Heimatstube warten viele leere Regalbretter auf die vereinseigene Sammlung von  Fotos, Postkarten, Büchern, Kassenbüchern, Rechnungen und Verträgen.

Interessenten können sich bei Otto Köhler unter der Telefonnummer 05128/5652 oder per E-Mail ottokoehleryahoo.de melden.

sz


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