Rohstoff gesucht: Die Biogas-Anlage in Mehrum soll mit Getreide, Mais und Zuckerrüben betrieben werden. Landwirte können sich noch bewerben.
Mehrum. Die ersten Prüfungen für die neue Biogas-Anlage sind abgeschlossen. Nun kümmert sich die Herstellerfirma Schmack Biogas gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Vermarktung und des Anbaus nachwachsender Rohstoffe um die Rohstoffversorgung der geplanten Anlage.
Dafür wurde ein Liefervertrag für Mais und Getreide-Ganzpflanzensilage ausgearbeitet, der ab sofort gezeichnet werden kann. Landwirte können diesen über die Landberatung Peine beziehen oder sich Informationen bei der Firma Schmack Biogas einholen. „Die Verwertung von Zuckerrüben in der Biogasanlage ist ebenfalls vorgesehen“, sagt Petra Krayl, Sprecherin von Schmack Biogas. „Die Ausarbeitung dieses Liefervertrages erfolgt in Kürze.“
Rund 66 000 Tonnen nachwachsende Rohstoffe würden für das kommende Anbaujahr benötigt. „Das Gär-Substrat, das bei dem Herstellungsprozess des Biogases übrig bleibt, kann anschließend wieder als hochwertiger Dünger auf die Felder gebracht werden und wird von den Anbauern zurückgenommen“, erklärt Krayl. „In Zeiten stark schwankender Rohstoffpreise möchten wir den Landwirten eine Partnerschaft mit stabilen Konditionen anbieten.“
Die Anlage mit einer Brennwertleistung von acht Megawatt soll das Gas direkt in das Gasnetz einspeisen. „Die umfangreichen Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz werden voraussichtlich im ersten Quartal 2011 abgeschlossen sein“, sagt Krayl. „Der Baubeginn der Anlage könnte dann im Frühjahr 2011 erfolgen.“
ju