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Edemissen

Zum Heulen: Sirene ärgert Anwohner

Über den neuen Sirenenstandort an der Ecke Eltzer Drift / Buchenkamp ärgern sich einige Anwohner. Mehr als 50 Jahre lang befand sich eine Sirene auf dem Dach des ehemaligen Kreissparkassen-Gebäudes an der Straße „Zum Osterberge“. Wegen eines Besitzerwechsels musste ein neuer Standort gesucht werden.
Die Sirene des Anstoßes: Das Heulen soll laut Anwohnern zu Schmerzen im Gehörgang führen.

Die Sirene des Anstoßes: Das Heulen soll laut Anwohnern zu Schmerzen im Gehörgang führen.

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Edemissen. Optisch ist sie recht unscheinbar, die neue Sirene vom Typ ECI 600 mit ihren vier nach Osten gewandten „Hörnern“. Aber wenn sie losgeht, macht sie einen Höllenlärm. Natürlich ist das Sinn einer Sirene, doch einige Anwohner halten die neue Anlage für falsch platziert, überdimensioniert und für den Zweck, den sie erfüllen soll, zu laut. Nun gibt es einen Streit mit der Gemeinde, ein Anwalt wurde eingeschaltet. Der Schriftwechsel liegt der PAZ vor.

Pulsierender Sirenenton

„Über den Plan zum Aufbau der Sirenenanlage und deren Standort wurden die Anlieger nicht informiert. Einige von ihnen leben sogar weniger als zehn Meter von der Anlage entfernt“, heißt in einem Schreiben an die Gemeinde, und in einem anderen: „Der Lärm ist derart überdimensioniert, dass ein Aufenthalt im Freien zu Schmerzen im Gehörgang führt und stresserzeugend ist, ein körperliches Unwohlsein ist hier das geringere Übel. Das körperliche Unwohlsein wird durch das Pulsieren des Sirenentons hervorgerufen.“

Die Anwohner sind der Ansicht, dass vor der Installation Untersuchungen zum geeigneten Standort hätten vorgenommen werden müssen und welche Lärmbelästigung im Rahmen der Toleranz vom Bürger hinzunehmen ist.

„Wir haben uns bei der Suche nach einem geeigneten Gelände für die Installation der Sirene von Fachleuten beraten lassen“, sagt Siegfried Bartels, Leiter des zuständigen Fachbereichs bei der Gemeinde Edemissen. Der neue Standort habe im Umkreis von 150 Metern vom alten liegen müssen, da sei nicht so viel in Frage gekommen. „Es sollte auch gemeindeeigener Grund sein, damit sich die Misere nicht bald wiederholt, dass ein neuer Besitzer die Sirene nicht mehr auf seinem Dach haben will“, erklärt Bartels.

Im Durchschnitt gebe es etwa einmal wöchentlich einen Sirenenalarm. Beschallt werden müsse das Ostdorf. Als Standort sei noch die Kreuzung L 320/K 18 in Frage gekommen, die von der Gemeinde auch favorisiert war. Allerdings hätten zwei Gründe dagegen gesprochen: Der Platz liegt niedriger und der Stromanschluss wäre erheblich teurer gewesen. Deshalb sei schließlich die Wahl auf den derzeitigen Standort gefallen. Eine Untersuchung, wie sie von den Anliegern gefordert wird, sei nach Auffassung der Gemeinde nicht rechtsverbindlich notwendig.

„Mehr möchte ich im Moment nicht sagen, da es sich um ein schwebendes Verfahren handelt“, erklärte Bartels im Gespräch mit der PAZ. „Wir sind aber an einem Kompromiss und einer friedlichen Lösung des Problems interessiert und bleiben gesprächsbereit. Allerdings müssen die Vorgaben der Gefahrenabwehr erfüllt werden“, sagt Bartels.

Kerstin Wosnitza


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  • Zivilbevölkerung Mich – 15.09.09
    Schade das Du die Ironie in meinem Kommentar nicht gelesen hast. Ich finde es vollkommen überflüssig die Bevölkerung zu warnen wenn es einen Verkehrsunfall gibt. Es spricht doch überhaupt nichts gegen die Warnung durch eine Sirene, wenn Gefahr in Verzug ist. Aber in solchen Fällen ist sie für die Zivilbevölkerung vollkommen überflüssig. Desweiteren lebe ich schon von jeher "neben" einer Sirene, nur war die E 57, die jetzt entfernt und durch die ECI 600 ersetzt wurde, um Längen erträglicher und vollkommen ausreichend für ein Dorf! Diese Sirene sorgt für körperliche Schmerzen und Frust!
  • Re: Zivilbevölkerung??? Dich – 10.09.09
    Wenn du so ein Adrenalinjunkie bist, dann trete doch der FFW bei, dann ist dein Aufstehen nachts wenigstens sinnvoll oder aber du kaufst dir einen Scanner. Typen gibts...
  • KATASTROPHENSCHUTZ!!! Geesthachter – 09.09.09
    Es geht hier auch um den Kat- Schutz!!! Da reicht es nicht, die Feuerwehr mit Meldern auszurüsten. Wer im Internet sucht, sieht, dass Edemissen starken und nicht immer ungefährlichen LKW- Verkehr hat. Genau wie in meinem Heimatort an der B404/ 207. Die nächste Sirene steht übrigends direkt an den Bundesstr gegenüber. Ca. 30m Luftlinie. Und das ist so'n alter Motor, der direkt unter der Sirene am lautesten ist!!!
    Ich würde gerne Bescheid wissen, ob dort jemand etwas "ungesundes" verloren hat.
    Aber man kann es nicht immer allen recht machen!
  • Peine Seid froh – 09.09.09
    Ich kann ja verstehen, dass man nicht unbedingt bei einer Ölspur aus dem Schlaf gerissen werden will.
    Peine als Beispiel anzuführen ist ein ganz schlechter Schachzug! Wenn man sich mal die Umgehbung ansieht, ist dort genügend Gefahrenpotential vorhanden um eine Bevölkerungswarnung aufzubauen, bzw. aufrecht zuhalten. Stattdessen hat mir ein Feuerwehrkollege mitgeteilt, dass die Stadt Peine im Rahmen der Digitalisierung die Sirenen wohl still legen will und nur noch über Melder alarmiert. Bei uns im LK Wesermarsch wird seit einigen Jahren das Bevölkerungswarnnetz wieder aufgebaut. Als Neubauten kommen meistens ECI's zum Einsatz. Oft größer als die abgebildete. Mit 8 oder sogar 16 Hörnern. Hier geben die Gemeinden Geld aus um die Bürger im Schadensfall zu warnen.
  • Zivilbevölkerung??? Mich – 03.09.09
    Die Zivilbevölkerung sollte in erster Linie gewarnt werden? Wovor denn bitte schön? Davor das sich wieder mal jemand zu nachtschlafender Zeit in der Panzerkurve um einen Baum gewickelt hat? Um Himmelswillen, dann macht doch auch Durchsagen, was wo stattfindet, damit ich es mir wenigstens auch angucken kann!!
    Stattdessen falle ich fast regelmäßig aus dem Bett und weiß nicht mal warum.

    DAS NERVT!!!!
  • Zivilschutz Icke – 01.09.09
    Naja, also ganz Edemissen läuft bestimmt nicht mit einem Funkmeldeempfänger umher, wenn die Sirenen abgeschafft würden. Laut Homepage der Feurwehr umfasst sie 53 aktive. Dies wären also 60 Funkmeldeempfänger, wenn man noch ein paar zur Reserve haben möchte.

    Und mal ehrlich, wann wurden das letzte mal Sirenen als Warnung eingesetzt? Wenn es nebenan oder bei mir brennt, bekomm ich dies auch ohne Sirene mit.

    In Peine geht dies ja auch, oder muss die Bevölkerung dort nicht gewarnt werden?


    Ein genervter Anwohner
  • Zivilschutz? Oliver – 01.09.09
    Ich gebe zu bedenken, dass Sirenen in ersten Linie zur Warnung der Zivilbevölkerung gedacht sind. Und ich glaube nicht, dass jeder Edemissener mit einem Funkmeldeempfänger rumlaufen möchte ;)

    Somit ist es eigentlich vorbildlich, dass diese Gemeinde daran festhält auch die Bevölkerung warnen zu können.
  • Funkmeldeempfänger Icke – 01.09.09
    Statt einer solchen Anlage hätte die Gemeinde ja auch in Funkmeldeempfänger investieren können. Dann wäre die Sirene unnötig und die Angehörigen der Feuerwehr würden trotzdem alarmiert.

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