Spannende, lustige und nachdenkliche Geschichten gab es bei der Lesenacht im Schulzentrum am Mühlenberg in Edemissen.
Edemissen. Jeder Besucher konnte sich sein ganz persönliches Literaturprogramm von Paul Maar bis Siegfried Lenz zusammenstellen und zwischen mehr als 30 Vorlesern wählen, die Texte von etwa 20 Minuten Dauer zum Besten gaben. Die Lesenacht präsentierte sich als Gemeinschaftsaktion von Haupt- und Realschule, Bücherei und Förderverein LeseLust.
„Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele“, zitierte Inge Kleeberg den römischen Philosophen Cicero. Die Hauptschullehrerin, bei der die organisatorischen Fäden der Lesenacht zusammenliefen, machte auf weitere sprachliche Leckerbissen rund ums Lesen aufmerksam. Sie waren verstreut auf einem Entdeckungspfad innerhalb des Schulgebäudes zu finden. Kollege Bernd Effner hatte Lese-Experimente vorbereitet. Beispielsweise rief die Tatsache, dass man auch Texte lesen kann, in denen die Buchstaben einzelner Wörter völlig verdreht sind, Erstaunen hervor. „Voraussetzung ist allerdings, dass der erste und letzte Buchstabe stimmen“, erklärte Effner.
Nachdenklich stimmte der Blätterwald des in der Aula aufgestellten Baumes. Er wurde nach und nach von Besuchern mit Wörtern bestückt, die ihre Bedeutung verloren haben, oder in Vergessenheit geraten sind. Die Mädchen und Jungen der Bücherwurm-AG boten Geschichten und Basteleien für kleine Kinder an, in der Aula gab es Getränke sowie süßes und herzhaftes Gebäck. Die Bläsergruppe, ein Bilderbuchkino, ein Bücherflohmarkt ebenso wie Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt rundeten das Programm ab.
„Das war eine wirklich nette Geschichte“, freute sich Andrea Boris-Köther, die mit ihrer Tochter Elgin „Pitty and the rainbow“ gehört hatte. Ihr Publikum begeistern konnte auch die neunjährige Larissa Röhrdanz mit einer lebendigen Vorstellung des kleinen Vampirs.
bv