Im Heizungsraum in Edemissen (von links): Axel Dettmer von der Firma Ribbe, die die Anlage erstellt hat, Bernd Ballüer und Thomas Hesse von Enercity sowie Landrat Franz Einhaus und Kreisbaurat Wolfgang Gemba.
Edemissen. Nach einer „Probezeit“ läuft die Anlage nun reibungslos, gestern wurde sie bei einem Pressetermin der Öffentlichkeit vorgestellt.
„In diesem Fall haben wir mit Enercity Contracting Hannover einen Vertrag geschlossen, nach dem wir die Anlage nicht selbst betreiben, sondern nur Wärme kaufen“, erklärte Kreisbaurat Wolfgang Gemba. Mit diesem Modell sei der Landkreis einen neuen Weg gegangen.
Enercity betreibt die moderne Biomasse-Heizzentrale, die in Finnland hergestellt wurde. Befeuert wird sie mit Holzhackschnitzeln aus Altholz, die von der Anlage der Peiner Entsorgungs-Gesellschaft (PEG) aus Stedum geliefert werden. „Kurze Wege sind wichtig, wenn die Öko-Bilanz insgesamt stimmen soll“, sagte Landrat Franz Einhaus. Ein klarer Vorteil der neuen Anlage sei die Kohlendioxid-Einsparung. Holz gilt als CO2-neutraler Energieträger, weil beim Verbrennen nur so viel Kohlendioxid entsteht, wie die Bäume beim Wachstum der Erdatmosphäre entzogen haben. Der Umstieg von Gas auf Holz führe mit einer Einsparung von etwa 10 000 Tonnen Kohlendioxid zu einer deutlichen Reduzierung des „Treibhausgases“ innerhalb der nächsten 20 Jahre. Das Schulzentrum in Edemissen ist durch den Einkauf von Ökostrom in diesem Bereich bereits CO2-neutral.
wos