Konzert für Querflöte und Klavier: Dorota Hörning und Artur Pacevicz musizierten im Kunsttreff.
Abbensen. Rund 30 Musikliebhaber ließen sich von der Peiner Querflötistin Dorota Hörning durch ein abwechslungsreiches Programm führen. Die beiden Musiker interpretierten oft Gehörtes wie die Toccata „Jesu bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach, den „Reigen seliger Geister“ von Christoph Willibald Gluck und die berühmte Serenade aus dem Streichquartett mit ihrem hohen Wiedererkennungswert so, dass sie wieder ganz frisch klangen.
Das melodiöse Allegro aus der Sonate G-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach war voller Melancholie, das folgende Menuett sprühte vor Übermut. Gegensätze wie dieser bestimmten das Programm, durch das Musiklehrerin Hörning die Zuhörer unterhaltsam führte. So folgte auf die volksliedhafte Sonate des französischen Flötenvirtuosen Michel Blavet ein wildes Allegro des unbekannten Komponisten Johann Adolph Hasse.
Artur Pacevicz am Klavier hatte sichtlich seine Freude, wenn ein Stück ihm auch einmal mehr als nur die begleitende Rolle vorgab.
Bei Mozarts Sonate D-Dur KV 14 konnte er so zum Beispiel über kurze Strecken die Führung übernehmen, während sonst naturgemäß meist die Flöte den Ton angab und das Klavier den Gegenpart spielte.
Zum Musikgenuss trug auch die exzellente Akustik im Kunsttreff bei. Der warme Klang der Flöte kam an jedem Platz zur Geltung. Einmal mehr bewährte sich der Raum im Obergeschoss als der passende Rahmen für Kammermusik. Mit Kompositionen von Gabriel Fauré, George Bizet und Fritz Kreisler ging der Abend zu Ende.
sz