Den Betrieb der Kindertagesstätten lässt sich die Gemeinde in diesem Jahr etwa 1,8 Millionen Euro kosten.
Edemissen. Insgesamt fast 3,1 Millionen Euro kostet der Betrieb der Kindertagesstätten voraussichtlich im laufenden Kalenderjahr. Davon trägt die Gemeinde mehr als 1,8 Millionen Euro. Die Summe, die aus den Gebühren für die Eltern hereinkommt, deckt 18,9 Prozent der Kosten. Land, Kreis und zum Teil die Kirche geben ebenfalls etwas dazu.
Zum Vergleich: 2006 kostete der Betrieb der Kindertagesstätten etwas über 2 Millionen Euro, der Gemeindeanteil betrug 1,1 Millionen.
Edemissens Kämmerer Norbert Ahlers legte bei der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses die Kostenrechnung vor. Er begründete die Kostensteigerung in erster Linie mit den Personalkosten. Die Krippengruppen und die Gruppen, in denen Kinder unter drei Jahren untergebracht werden, sind kleiner als die Regelgruppen. Da die Elternbeiträge nicht höher sind, ist der Betrieb solcher Gruppen für die Gemeinde teurer.
Ahlers hatte schon im Vorfeld mehrfach ausführlich dargestellt, wie sich die Kosten bei den Kindertagesstätten entwickeln werden. Der Gemeinderat hatte beschlossen, dass die Elternbeiträge 22,5 Prozent der Kosten decken sollen. „Trotz der Gebührenerhöhung von durchschnittlich 16 Euro pro Kind zu diesem Kindergartenjahr kann das nicht erreicht werden“, stellte der Kämmerer fest. Es bestehe ein Fehlbetrag von ungefähr 80 300 Euro.
„Die Kosten für die Kindertagesstätten werden weiter steigen“, sagte Ahlers. Derzeit werden in Wipshausen und Abbensen Krippen eingerichtet, deren Betreib kostenintensiv sei.
Die Hortgruppen fallen zwar mit der Einführung der offenen Ganztagsgrundschulen weg, aber auch der Ganztagsschulbetrieb wird Kosten verursachen. Darüber hinaus werde geprüft, wie es machbar sei, eine Rand- und Ferienbetreuung anzubieten.
wos