Béla Mokrys mit seinem Begrüßungsschreiben als neues SPD-Mitglied.
Edemissen. Seine politische Karriere begann zunächst bei einer anderen Partei: „Als ich in der dritten Klasse war, hat mich mein Vater inoffiziell bei den Grünen angemeldet.“ Letztlich landete er bei der Grünen Jugend Hessen, weil ihn im Alter von neun Jahren kein anderer Verband aufnehmen wollte.
Zwei Jahre später wurde auch in Peine eine Abteilung der Grünen Jugend gegründet: „Aber alle anderen Mitglieder waren schon 18 oder 19, die haben mich nie richtig aufgenommen“, erinnert sich Béla. „Da bin ich wieder ausgetreten und war eine Weile parteilos.“
Weil er aber weiterhin politisch aktiv sein wollte, besichtigte Béla mit dem Abgeordneten Matthias Möhle (SPD) zunächst den niedersächsischen Landtag: „Kurz darauf war ich beim Europawahlkampf in der Peiner Innenstadt mit dabei. Einige Wochen später wurde ich SPD-Mitglied.“
Nebenher ist Béla Mokrys Schülervertreter am Ratsgymnasium Peine und stellvertretender Kreisschülerrats-Vorsitzender. Er spielt Klavier und Cello und wurde Zweiter bei den Bezirksmeisterschaften für Leichtathletik: „Mein Zeitmanagement ist manchmal nicht so gut“, sagt Béla. So lässt der das Sporttraining schon mal ausfallen. Wegen „politischer Sachen“, wie er sagt.
Eines Tages meldete sich Dirk Klingenberg von der SPD-Ortsabteilung Edemissen: „Er kam bei mir zu Hause vorbei und mich zu einer Vorstandsitzung eingeladen. Später hat er mich gefragt, ob ich nicht Beisitzer werden möchte – da habe ich natürlich Ja gesagt“, erklärt Béla. Konkrete Pläne, die er als Beisitzer verfolgen möchte, hat Béla noch nicht: „Aber mehr Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Dächern fände ich gut.“
Die Jahresversammlung der SPD-Ortsabteilung Edemissen inklusive Vorstandswahl findet heute ab 19.30 Uhr im Landhaus Redecke statt.
André Ziegenmeyer
Kommentare
Nicht vergessen! Oliver – 18.02.10
Schreib dir auf wer du bist, woran du glaubst und was deine Probleme und Wünsche sind, denn in ein paar Jahren hast du es vergessen und bist dann einer von Denen, die vergessen haben wer sie sind und wo sie herkommen...Kommentar EinPeiner – 18.02.10
Was soll man dazu noch sagen? Früher wollten die Kinder Rennfahrer (zu gefährlich), Astronaut (zu teuer) oder Lokführer (lieber nicht) werden, heute wollen sie in die Politik, weil sie gerne vor Menschenmengen sprechen, um diese zu überzeugen. Gratulation an die PAZ für diesen tollen Artikel.Bundeskanzler Kerry – 18.02.10
Jawoll... Kinder an die Macht...(Gröhlemeyer)
Ich möchte Bundeskanzler werden K.P. – 18.02.10
Finde ich toll, laßt die Jugend mal ran, dann wird alles anders.An seiner Stelle würde ich aber erstmal Bürgermeister werden wollen, dann kann er schonmal hier in Peine was erreichen. Das wäre für den Anfang schon mal nicht schlecht....dann klappst auch vielleicht als Kanzler. Ich drück Dir die Daumen!