Präsentieren ihre Werke (von links): Helga Gürke, Christine Große, Anne-Cathrin Reif, Ursula Pirsich und Horst Mücke.
Edemissen-Blumenhagen. Helga Gürke, Horst Mücke, Ursula Pirsich, Anne-Christin Reif und Christine Große präsentierten ihre Arbeiten zum ersten Mal gemeinsam. Alle wohnen seit vielen Jahren in der Hagenstraße in Blumenhagen. Die Kreativität gelangte quasi über den Gartenzaun von einem zum anderen und bildete Ableger. „Wir zeigen eine konzentrierte Darstellung von verschiedenen Kunstrichtungen“, sagte Horst Mücke bei der Vernissage und bezeichnete „sein“ Dorf im Nordkreis nicht ganz ohne Stolz als „Klein Worpswede“.
Gastgeberin Helga Gürke setzt in ihren Bildern vielfach Eindrücke aus der Natur ins Abstrakte um oder interpretiert mit Ölfarbe und Pinsel klassische Musikstücke. Ihre Tonskulpturen erinnern an fremde Kulturen.
Anne-Christin Reifs Bilder spiegeln ihre Affinität zu Afrika wider. Kein Wunder, denn sie hat die ersten 19 Jahre ihres Lebens in Angola verbracht. Schulfreundin Ina Kisker aus Hannover besuchte mit ihrem Mann Frank die Ausstellung. „Mein Herz schlägt natürlich zu allererst für die afrikanischen Motive“, sagt sie, während Frank Kisker alle Werkstücke inklusive Ambiente anerkennt: „Es ist erstaunlich, dass es in solch kleinem Dorf so viele Künstler mit verschiedenen Begabungen gibt.“
Dabei richtet er seinen Blick auch auf die wunderschönen Blumenarrangements von Ursula Pirsich. Die Blumenhagenerin hat vorwiegend aus Freilandrosen und Kräutern geschmackvolle Sträuße und Gestecke gestaltet, wobei neben üblichen Vasen auch Espressotassen oder Käseglocken als Gefäß dienen. Horst Mücke hat sich mit seinen Radierungen in der Region bereits einen Namen gemacht, und die Freunde seiner Kunst erfreuten sich insbesondere an den Bäumen, an Pforten, Türen, Fassaden und Zäunen, alle akribisch mit einem Blick fürs Detail gestochen.
Christine Große machte es sich inmitten ihrer Tierbilder und Porträts in einem Pavillon bequem. Die Autodidaktin, die mit Pastellfarben arbeitet, sucht immer wieder neue Herausforderungen. „Zurzeit geht mir eine Rose mit Tautropfen durch den Kopf,“ sagt sie. „Ich muss sie unbedingt malen.“
„Einfach toll, was hier auf die Beine gestellt wurde“, resümierte Anne Santelmann und hoffte, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Ausstellung gibt.
Brigitte Vogel