Der nächste Winter kommt bestimmt: Damit die Straßen dann ordnungsgemäß gestreut werden könne, braucht die Gemeinde Edemissen ein neues Streugerät.
Edemissen. 31 000 Euro sind im Nachtragshaushalt für ein neues, modernes Streugerät veranschlagt. Dazu kommen 10 000 Euro für einen Solelagertank für den Winterdienst. Der Finanzausschuss hat am Donnerstag die Anschaffung empfohlen. Die Zeit drängt, denn das Gerät soll natürlich rechtzeitig vor dem ersten Wintereinbruch zur Verfügung stehen.
„Wir haben uns im vergangenen Winter ein vergleichbares Gerät ausgeliehen, als das alte kaputt gegangen ist. Es gibt also Erfahrungswerte, und wir waren sehr zufrieden“, sagt Dirk Krause vom Fachbereich Bau-Planung-Umwelt der Gemeinde. Der damalige Mietpreis wird jetzt mit dem Kaufpreis verrechnet.
Im Gegensatz zum Vorgänger – einem sogenannten Nachläufer, der hinter einem Lastwagen hergezogen werden muss – gibt es einige Vorteile. Das neue Gerät wird auf die Ladefläche montiert. Das macht das Fahrzeug beweglicher. „Mit dem alten Gespann war es bei engen Straßen zum Beispiel in Wohngebieten schwierig, überall durchzukommen“, sagt Krause.
Außerdem verfügt das neue Gerät über eine modernere Technik. Es wird nicht mehr das körnige Salz auf die Fahrbahnen gestreut, sondern das Streugut wird angefeuchtet. Dazu wird das Salz direkt auf dem Laster mit einer speziellen Sole gemischt und dann über einen Streuteller verteilt.
„Das feuchte Salz bleibt besser auf der Straße haften und wird nicht von den nachfolgenden Fahrzeugen gleich wieder aufgewirbelt und weggeschleudert“, erklärt Krause.
Die Sole soll in einem speziellen Tank selbst angemischt werden. Dann kostet sie nur 15 Euro pro Kubikmeter. Wenn sie gekauft wird, schlagen 60 Euro pro Kubikmeter zu Buche. Außerdem entfällt mit der selbst gemischten Sole die Fahrt zum zentralen Lager in Peine.
wos