Einsatz der Feuerwehr: Am Freitagabend brannte das Gartenhaus von Ingo Ruddat restlos aus. Nichts von seiner wertvollen Hobby-Sammlung ist übrig.
Hobby-Flieger: Ingo Ruddat mit seiner Yak, die eine aufwendige Airbrush-Bemalung hatte.
Wipshausen. „Die Hütte war mein Hobby-Hangar“, sagte Ruddat gestern zerknirscht. Am Freitag um 18.35 Uhr hatte es in Wipshausen Feuer-Alarm gegeben. Als die freiwillige Ortswehr eintraf, stand die Hütte im Vollbrand.
Entgegen den ersten Vermutungen war darin kein Treibstoff für die Modellflieger gelagert. „Das Benzin und die Tankstation lagerten getrennt von den Flugzeugen, es ist alles, was von meinem Hobby noch übrig ist“, sagte Ruddat.
Zehn Jahre und ganz viele Stunden Freizeit habe er in sein Hobby gesteckt – inklusive nächtelanges Schrauben. Zahlreiche der Modelle seien Unikate mit aufwendiger Airbrush-Technik besprüht. Allein eine Yak mit drei Metern Spannweite habe einen Wert von rund 12 500 Euro gehabt. Sie besaß einen 157 Kubikzentimeter-Motor mit 20 PS und Smoker.
Kurzzeitig dachte Ruddat schon ans Aufhören. Gestern Nachmittag fasst er aber den Entschluss, die Hütte wieder aufzubauen und auch mit dem Modellfliegen weiterzumachen. Allerdings wird es schwierig sein, denn einige der Modelle sind unwiederbringlich verloren, weil auch Zubehör für neue Flieger nicht mehr zu erhalten ist.
Die Brandursache ist noch immer unklar. Heute nehmen Spezialisten der Polizei ihre Ermittlungen auf und werden auch den Unglücksort noch einmal untersuchen. Bei dem Brand am Freitagabend waren rund 25 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wipshausen im Einsatz.
pif