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Edemissen

Feuer bricht in Küche aus

Dunkler Qualm steigt in den Himmel über Edemissen, die Rauchsäule ist weithin zu sehen. An der Peiner Straße in Edemissen steht das Obergeschoss des Raiffeisenmarktes in Flammen. Laut erster Ermittlungen hat die Betreuerin des älteren Eigentümers einen Topf auf dem Herd vergessen.
© rb

Edemissen. „Plötzlich fiel der Strom aus. Da ist mir der kochende Topf auf dem Herd wieder eingefallen“, sagt die Frau, die vor dem lichterloh brennenden Raiffeisenmarkt in Edemissen steht. Schnell sei sie in die Küche gelaufen, doch da sei schon alles verqualmt gewesen. Der Eigentümer ist nicht im Haus.

Die Frau sagt unten im Raiffeisenmarkt Bescheid. „Kunden waren zu diesem Zeitpunkt nicht im Geschäft“, sagt der Marktleiter. Er ist dann schnell mit Ulrich Schmidt, dem Sohn des Hauseigentümers nach oben gelaufen und hat versucht, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen – vergeblich. „Zur gleichen Zeit habe ich die Feuerwehr gerufen“, sagt Schmidt.

Achtung: Pflanzenschutzmittel

Der Alarm bei der Feuerwehr läuft gegen 12.10 Uhr auf. Die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen. Zwischenzeitlich droht die Situation kritisch zu werden, denn im Markt sind auch Pflanzenschutzmittel gelagert. Kreisbrandmeister Lothar Gödecke lässt sich genau erklären, wo die Behälter stehen.

Doch wenige Augenblicke später gibt es Entwarnung: Die Zwischendecke zum Markt im Erdgeschoss ist aus Beton. Trotzdem schauen die etwa 60 Feuerwehrleute zweimal hin, als sie später durch den Markt gehen, um eventuelle Brandnester aufzuspüren. Um 16.50 Uhr sind die Löscharbeiten beendet, das Gebäude ist größtenteils zerstört.

Ärger um neue Sirene

Aufregung gibt es am Rande des Einsatzes. Ein Feuerwehrmann sagt: „Wir hätten viel früher da sein und helfen können, wenn wir die neue Sirene gehört hätten.“ Ulrich Schmidt nickt und ergänzt, er habe zweimal bei der Feuerwehr angerufen. „Beim zweiten Mal habe ich gesagt, jetzt wird es aber ein bisschen eilig. Mir wurde dann erklärt, die Leitstelle hätte zunächst stillen Alarm ausgelöst.“

Thorsten Pifan

Hintergrund

Neue Sirene

Es will einfach nicht still werden um die neue Sirene in Edemissen an der Ecke Eltzer Drift/ Buchenkamp. Zunächst hatten sich die Anwohner beschwert, weil das Signal ihrer Meinung nach zu laut und zu schrill war. Bei einem Ortstermin mit der Gemeinde und Fachleuten von der Installationsfirma wurde die Lautstärke reduziert, kurze Zeit später wurde auch ein neuer, angenehmerer Ton installiert.

Später haben Unbekannte an der Steuerung manipuliert, so dass drei der vier „Hörner“ kaputt gingen. Die Gemeinde hat Anzeige erstattet, da eindeutig eine Fremdeinwirkung vorlag.
Gestern nun hat die Sirene nach Aussage von Bauamtsleiter Reinhard Bartels beim Ernstfall offensichtlich nicht ausgelöst. Anwohner hätten das bestätigt. Beim letzten Probe-Alarm am Sonnabend habe sie noch problemlos funktioniert.

„Die Sirene am Rathaus hat Alarm gegeben, doch das reicht einfach nicht. Sie ist im östlichen Teil des Dorfes nicht zu hören“, sagt Bartels. Warum nun die neue Sirene gestern ihren Dienst versagt hat, wisse er noch nicht. Natürlich werde das aber sorgfältig geprüft.

wos


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  • sirene Edemisser – 31.03.10
    wer sich über die sirene beschwert hat in meinen augen einen vogel so!!!
    wenn die sirene mal nicht geht und bei den leuten die sich darüber beschwert haben brent es dann ist das geschreie auch wieder groß!!
  • Sinn und Zweck einer Sirene Stefan – 11.03.10
    "Zunächst hatten sich die Anwohner beschwert, weil das Signal ihrer Meinung nach zu laut und zu schrill war....."

    Richtig ist: Es gibt in der heutigen Zeit andere Mittel und Wege Hilfskräfte zu alarmieren.

    Tatsache ist aber auch: Eine Sirene war schon zu Omas Zeiten Warnsignal und Alarmierungsmöglichkeit in Gefahrsituationen.

    Sich durch eine Sirene belästigt zu fühlen ist dumm. Es zeigt wie sehr in der heutigen Zeit das eigene Wohl über das Wohl der Allgemeinheit steht.

    Ein Jahr hat ca. 525600 Minuten. Davon mag eine Sirene im Schnitt 180 bis 240 Minuten im Jahr in Betrieb gesetzt werden. Und ich glaube diese Zeit kann man wirklich "verkraften", wenn man doch weiß es geht um die Sicherheit der Bevölkerung.

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