Stolze und engagierte Schüler: Die Zahl der Edemisser Zehntklässler, die eine Start Card erworben haben, ist bemerkenswert hoch.
Edemissen. Eigeninitiative und Durchhaltevermögen brauchen junge Menschen, wenn sie sich in der achten Klasse entscheiden, die Start Card zu erwerben und dann auch bis zum Ende durchhalten. „Die Start Card ist ein freiwilliges Angebot zur Berufsorientierung, das die Bereitschaft zu eigenem Engagement in der Freizeit voraussetzt“, sagte Monika Schweda von der Kreisvolkshochschule, die das Start-Card-Projekt anbietet. 15 Haupt-, Real- und Förderschulen machen mit.
Eineinhalb Jahre läuft das Start-Card-Projekt für die jeweiligen Schüler. Insgesamt 70 Stunden freiwilliges Engagement für die Berufsorientierung sind erforderlich, darunter mindestens drei Praktika. „Uns hat die Teilnahme sehr viel gebracht“, sind sich einige Schüler einig, die den anderen von ihren Erfahrungen berichten. Eine kleine Überraschung gab es am Rande für Lukas Werner, der der 400. Start-Card-Erwerber ist und von Schweda ein kleines Präsent bekam.
Insgesamt 111 Zertifikate hat sie in diesem Jahr bisher überreicht, einige werden noch dazu kommen. „Trotzdem ist der Anteil an Edemisser Realschülern bemerkenswert hoch und ihr könnt stolz darauf sein“, lobte Schweda.
Etwa 700 Schüler bekommen jedes Jahr die Informationen zur Start Card, die je zur Hälfte vom Landkreis und von der Bundesagentur für Arbeit finanziert wird und die nach Schwedas Worten von den potenziellen Lehrherren sehr geschätzt wird. „Wer eine Start Card in den Bewerbungsunterlagen hat, erlangt beim Berufsstart einen klaren Vorsprung“, sagte sie.
„Die Berufsvorbereitung ist für uns neben der schulischen Bildung ein wesentlicher Baustein. Dazu gehört auch die Start Card“, betont Schulleiter Dr. Ernst Brandt. Die beiden Lehrer des Faches Arbeit und Wirtschaft begleiten die Schüler intensiv und auch die Eltern würden mit ins Boot geholt. „Auf den Erfolg sind wir sehr stolz“, sagt Brandt.
Kerstin Wosnitza