Vorboten des Frühlings: Das Storchennest bei Gieres in Eddesse ist wieder bewohnt.
Edemissen-Eddesse. Auch ein langer Winter wie dieser geht irgendwann einmal zu Ende. Untrügliches Zeichen, dass das nicht mehr lange dauern kann, sind die Störche, die jetzt aus ihren „Winterurlauben“ in wärmeren Ländern eintreffen. Am Freitagnachmittag hatte Hans-Henning Giere aus Eddesse bei der PAZ angerufen und verkündet, dass er den ersten Storch gesehen hat. „Wenn ich meinen Mann nicht schon so lange kennen würde und wüsste, dass er sich wirklich gut auskennt, hätte ich ihm nicht geglaubt“, sagt seine Frau Heike.
Dieser erste Storch zog zwar nur vorbei, aber am Sonntagnachmittag war es so weit: Kurz nacheinander traf das Paar ein, das auch im vergangenen Jahr das Nest auf dem Grundstück der Gieres bewohnt hat. Kurz zuvor hatten die Eheleute in Immensen gesehen, dass auch ein dortiges Storchennest wieder bezogen ist.
„Ich bin mir sicher, dass bei uns dieselben Störche eingetroffen sind, die auch im vergangenen Jahr hier waren. Beide tun so vertraut und stören sich überhaupt nicht daran, wenn ich direkt unter dem Nest herumwerkele. Fremde Tiere sind dann in den ersten Tagen immer erst ganz aufgeregt, bis sie gemerkt haben, dass ich ihnen nichts tue“, schildert Giere seine Erfahrungen.
Sechs Wochen früher als vor 50 Jahren und vier Wochen früher als noch vor 30 Jahren kämen die Störche mittlerweile aus ihren Winterquartieren zurück, sagt Giere, der sich mit Meister Adebar gut auskennt. Auch aus dem Artenschutzzentrum in Leiferde wurde gestern per Presseerklärung das Eintreffen von Störchen vermeldet.
wos