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Zwölf Skelette unter dem Asphalt: Knochenfund bei Bauarbeiten in Lengede

Lengede Zwölf Skelette unter dem Asphalt: Knochenfund bei Bauarbeiten in Lengede

Lengede. Eigentlich sollte nur die Straße „An der Kirche“ in Lengede erneuert werden. Doch als der Bagger bei den Arbeiten auf Knochen stieß, wurden die Ortsheimatpfleger hellhörig.

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Werner Cleve (rechts) und Lutz Güntzel von der Ortsheimatpflege mit einem Stück des Gefäßes, welches ausgegraben wurde. Das Foto links zeigt eines der gefundenen Skelette.

Quelle: mea

Der erste Lengeder Heimatforscher Dr. Wilhelm Appens berichtet, dass Steine für den Kirchbau im Bereich der Schweinegasse gelagert worden waren. Diese befand sich auf einer Hälfte der nun sanierten Straße. Als die Arbeiten begannen, begab sich Werner Cleve von der Ortsheimatpflege auf die Suche danach. Tatsächlich fand er einige rot-braune Steine, die auch im 1150 erbauten Kirchturm zu sehen sind. „Als dann die neue Wasserleitung verlegt wurde, kamen die Anwohner auf mich zu“, so Cleve. „Du suchst nach Steinen? Schau mal bei den Wasserleitungen, da liegen Knochen.“

In 1,25 Meter Tiefe wurden einige Knochen ausgegraben. Als der Bagger ein weiteres Stück der Straße aushob, erschienen in nur 65 Zentimetern Tiefe vier Skelette. Daraufhin suchten Cleve und Lutz Güntzel, ebenfalls von der Ortsheimatpflege, weiter und fanden insgesamt zwölf Skelette und viele einzelne Knochen. „Vermutlich liegt die Straße voll mit weiteren Skeletten“, so Cleve. Zwei Knochen wurden daraufhin zur Altersbestimmung an die Universität Kiel geschickt. Man könne aufgrund der umliegenden Häuser vermuten, dass sie mindestens aus dem Jahr 1600 stammen. „Als Todesursachen kommen in dieser Zeit unter anderem der Dreißigjährige Krieg und die Pest infrage“, spekuliert Cleve. Die Bezirksarchäologie aus Braunschweig beschloss, nicht weiter an den Skeletten zu forschen, da häufiger Funde an Kirchen vorkämen. Ihre hoffentlich letzte Ruhe finden die Gebeine nun unter dem grünen Rasen der Kirche. Weder Grabbeigaben, noch Särge waren bei den Skeletten zu finden. Allerdings entdeckte man noch einen Mühlstein und ein Gefäß, das wahrscheinlich aus dem Kirchturm stammt. Cleve berichtet, dass ebenso vier große Steine bei den Gräbern entdeckt worden seien. Neben einem Büttcherbergstein und einem Kuhbergstein können die Lengeder jetzt vier sogenannte Gräberfeldsteine bestaunen.

mea

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