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Zwickmühle mit „Meins - wie es sinkt und kracht“

Meerdorf Zwickmühle mit „Meins - wie es sinkt und kracht“

Meerdorf. Im ausverkauften Saal des Alten Landhauses in Meerdorf begrüßte das Team vom „teatr dach“ in guter Tradition das Kabarett „Magdeburger Zwickmühle“.

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Ausverkauft: Das Kabarett gastierte im Saal des Alten Landhauses.

Quelle: Grit Storz

Mit ihrem sehr aktuellen Programm „Meins - wie es sinkt und kracht“ bohrten Marion Bach und Hans-Günther Pölitz genüsslich in den Wunden der Bundesrepublik und ihrer Bewohner.

Flüchtlinge, Pegida, Griechenland-Krise, Konsum und Kapitalismus, Sprache, Gesellschaft, Politik - alles wurde kritisch hinterfragt. „Wann reißt uns endlich wieder die Geduld?“, fragte Pölitz in Anspielung auf 1989 oder bliebe allen auf Grund der „schier aussichtslosen Lage“ doch eher das Lachen im Halse stecken?

Pölitz und Bach amüsierten im Zwiegespräch nicht nur mit ihren bösartigen Spitzen gegen Vorurteile sondern taten dies mit einer geschliffenen Wortwahl, elegantem Satzbau und einer Menge Hintergrundwissen. Zitate längst beerdigter Größen der Geschichte, die tatsächlich auf jedem Plakat für oder gegen „etwas“ stehen könnten, bewiesen, wie auslegbar Meinungen sind.

Der Abend war der Beweis, dass politische Satire ohne reißerische Zoten funktioniert aber auch eine Kunst ist. Pölitz, der schon zu DDR-Zeiten tiefgründige Kabarettprogramme schrieb, ist ein Meister der feinen Klinge. Seine kongeniale Partnerin Bach schärft diese mit ihrer wunderbaren Spielweise und fantastischer Singstimme. Bekannte Melodien, unterlegt mit aktuellen Texten, wurden zu neuen Ohrwürmern mit Brisanz. Der Rühmann-Klassiker „Ein Freund ein guter Freund“ änderte sich zu „Ein Feind ein guter Feind...ist bei der Wirtschaft sehr beliebt“ und zeigte einmal mehr den Wahnwitz aus Verflechtungen der Wirtschaft mit den Kriegsherren auf. Ganz großartig und ein eher leiser Höhepunkt war die Erklärung der beiden Magdeburger im Stile der Sendung mit der Maus, wer nun mit wem warum Freund oder Feind ist oder eben nicht mehr. „Klingt komisch, ist aber so“, war die traurige Essenz und hilflos einfache aber stimmige Erklärung der momentanen Kriegslage.

Die Botschaften der zwei zündeten: Laute Lacher, nachdenkliches Lächeln oder herzhafte Lachsalven waren der Beweis.

Von Grit Storz

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