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Windräder: Bürgerinitiative fordert Akteneinsicht

Lengede Windräder: Bürgerinitiative fordert Akteneinsicht

Das Geräusch klingt bei Südwestwind wie ein herannahender Düsenjet. Tatsächlich wird es aber nicht von einem Flugzeug, sondern von den Windrädern bei Barbecke verursacht. Anwohner beschweren sich seit Jahren über den Lärm – ohne Erfolg.

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Windräder sind nicht überall gern gesehen. In Barbecke fühlen sich die Anwohner gestört.

Quelle: mic

Lengede-Barbecke. Enttäuscht ist die örtliche Bürgerinitiative darüber, dass ihr bislang die Einsicht in das aktuelle Schallgutachten verweigert wurde – auch vor dem Hintergrund, das derzeit das Genehmigungsverfahren für ein neues Windrad läuft.

„Wir hätten uns gewünscht, dass der Landkreis Peine auf uns zu kommt“, sagt Herbert Schinkel, Sprecher der Bürgerinitiative. Deren Forderung nach einer Lärmmessung durch den Landkreis sei im Sande verlaufen. Schinkel glaubt, der Behörde sei ein eigenes Gutachten zu teuer – es würde etwa 4000 Euro kosten.

Bislang gibt es lediglich die Messung, die im Auftrag des Windpark-Betreibers RWE durchgeführt wurde. Das Ergebnis liegt zwar auch dem Landkreis vor, doch der darf es nach eigenen Angaben nicht herausgeben.

„Es handelt sich hier um ein Verfahren ohne Öffentlichkeitsbeteiligung“, erklärt Katja Schröder, Pressesprecherin des Landkreises. In solchen Fällen müsse der Antragsteller – hier RWE – der Herausgabe von Planungsunterlagen an Dritte zustimmen. „Die Zustimmung wurde in dem vorliegenden Fall jedoch verweigert, sodass der Bürgerinitiative Barbecke die Lärm-Immissions-Prognose leider nicht zur Verfügung gestellt werden kann“, sagt Schröder.

„Ich habe mir hier in Barbecke ein Haus gekauft, weil ich hier in Ruhe alt werden wollte“, sagt Schinkel. „Stattdessen muss ich mit dem Lärm leben. Ich möchte am Wochenende einfach mal gemütlich im Garten sitzen und nichts hören.“

Barbeckes Ortsbürgermeister Werner Beck (SPD) hat großes Verständnis dafür, dass für viele Bürger die Grenze erreicht ist, zumal der Lärm im ganzen Ort zu hören sei. Besonders deutlich sei das Geräusch der Rotorblätter bei Südwestwind wahrzunehmen.

Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD) bestätigte gestern, dass der Landkreis das Gutachten nicht herausgeben muss, wenn der Betreiber nicht einverstanden ist. Einblick in die Akten könne es frühestens mit der erteilten Baugenehmigung geben – aber selbst dann nur im Zuge eines juristischen Verfahrens.

RWE, der Betreiber des Windparks, war gestern auf Nachfrage nicht in der Lage, Stellung zu nehmen.

mic

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