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Wilhelm Appens: Originalquellen vergleichen den Lengeder mit Goethe

Lengede Wilhelm Appens: Originalquellen vergleichen den Lengeder mit Goethe

Lengede. Auf den Spuren der deutsch-französischen Freundschaft: Der Lengeder Ortschronist Werner Cleve hat schon einige wissenswerte Informationen über den Lengeder Sozialdemokraten Dr. Wilhelm Appens zusammengetragen (PAZ berichtete). Nun ist es ihm in Zusammenarbeit mit der pensionierten Französischlehrerin Angelika Münstedt gelungen, französische Originalquellen zu erhalten und auszuwerten.

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Widmen sich dem Leben und Werk des Lengeder Sozialdemokraten Dr. Wilhelm Appens: Angelika Münstedt und Werner Cleve.

Quelle: mea

Appens, der 1877 in Lengede geboren wurde, schrieb insgesamt zwölf Bücher. Im ersten Weltkrieg diente er im deutschen Hauptquartier in Charleville an der französisch-belgischen Grenze. „Sein Werk Charleville muss damals ein Bestseller gewesen sein“, erklärt Cleve, der dieses in der 28. Auflage besitzt. 1933 wurden viele Exemplare im Zuge der Bücherverbrennung vernichtet, da Appens in seinem Buch zur deutsch-französischen Freundschaft aufrief und von seinen Kriegserlebnissen berichtete.

„Um mehr über Appens herauszufinden, hat Angelika Münstedt einen französischen Brief ins heutige Charleville-Mézières geschickt“, so Cleve, der froh über die Sprachkenntnisse der 66-Jährigen ist. Dort stellte ihnen ein Archivar die Informationen zusammen und sandte sie im Original nach Lengede. Das Buch „Charleville“ lag gleich doppelt im Archiv: Eine handschriftlich ins Französische übersetzte Fassung von 1922 sowie eine gedruckte von 1929.

Beide weisen unterschiedliche Vorworte auf. „Das Vorwort der französischen Fassung von 1922 beschreibt Appens teilweise nicht sehr schmeichelhaft“, erklärt Münstedt. In der gedruckten Form hingegen ziehe der Autor des Vorwortes Parallelen zwischen Appens und Goethe. Goethe sei das Ebenbild „des Deutschen“ gewesen und habe, ebenso wie Appens in seinem Buch, Kriegsberichterstattung betrieben. Es heißt: „Die Wahrhaftigkeit, Genauigkeit und Unparteilichkeit des genialen Goethes scheinen wieder aufzuleben...“.

Wilhelm Appens als Thema einer nächsten Ausstellung könne sich Cleve gut vorstellen. „Mir fehlt noch die Lebenszeit von 1919 bis 1930. Viele Dokumente sind vermutlich in der NS-Zeit vernichtet worden.“

Der Ortsheimatpfleger würde zusätzlich gerne ein Buch über den Lengeder schreiben, der für die deutsch-französische Freundschaft stand. Deshalb begibt er sich weiter auf die Suche nach Informationen über Wilhelm Appens.

mea

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