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Widerstand gegen LOZ aus Braunschweig

Wendeburg Widerstand gegen LOZ aus Braunschweig

Wendeburg. Nun regt sich auch aus Braunschweig Widerstand gegen das geplante Logistik-Optimierungszentrum (LOZ), das die Volkswagen Immobilien GmbH an der Bundesstraße 214/ Ecke Landesstraße 321 in Harvesse bauen will: Ende November hat sich die Bürgerinitiative „Verkehrsinfarkt Völkenrode-Watenbüttel“ gegründet.

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Planentwurf: So soll das Logistik-Optimierungszentrum in Harvesse einmal aussehen.

Quelle: RSE Planungsgesellschaft mbH

„Unser Nahziel ist, das LOZ am Standort Harvesse zu verhindern, weil es massive Auswirkungen auf den Straßenverkehr und den Bahnverkehr in unseren Stadtteilen haben wird“, sagt BI-Mitglied Michael Brand aus Völkenrode. Außerdem will die Initiative die Busverbindungen in der bestehenden Form erhalten und die Einführung einer Regio-Bahn verhindern.

Hintergrund: In dem Zentrum sollen Roh- und Hilfsstoffe sowie Kraftfahrzeugteile gelagert und umgeschlagen werden, die mit Lastwagen und Güterzügen transportiert werden sollen. Zu diesem Zweck will VW die stillgelegte Bahntrasse zwischen Braunschweig und Harvesse reaktivieren und um ein neues Anschlussgleis zum Zentrum ergänzen. Gerechnet wird mit 360 Lastwagen und zwei Zügen pro Tag.

Durch das Logistik-Zentrum, so fürchten die laut Brand derzeit 20 „Aktivisten“ sowie etwa 90 Unterstützer der Initiative, könnte es zu permanenten Staus an den Bahnübergängen Peiner Straße und Hans-Jürgen-Straße kommen, zudem sehen sie eine hohe Belastung durch Lärm und Erschütterungen für die Anwohner im Bereich der Bahntrasse sowie ein erhöhtes Gefahrenpotential durch unbeschrankte Bahnübergänge. Ein weiterer Punkt betrifft die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr: „Wenn die Regio-Bahn kommt, fallen Busse weg“, fürchtet die BI ebenso wie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in beiden Stadtteilen.

„Wir brauchen keine Mega-Staus in unseren Dörfern, nur weil die Schranken ständig für VW-Züge geschlossen sind“, regt sich Brand auf. Er kritisiert zudem den Zeitpunkt der Auslegung für den Bebauungsplan „Harvesse-Südost“ für das Logistik-Zentrum, der seit dem 20. Dezember 2013 bis 23. Januar 2014 im Wendeburger Rathaus eingesehen werden kann. „Den Zeitpunkt für die Auslegung hat man bewusst so gewählt, dass durch die Feiertage und den Jahreswechsel möglichst wenige Menschen von ihrem Recht der Einsichtnahme und der Erhebung von Einsprüchen Gebrauch machen werden und können.“

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"Auslegungs-Zeitpunkt ist zügigem Verfahrensablauf geschuldet"

Wendeburg. Den Vorwurf, dass der Zeitpunkt für die Auslegung für den Bebauungsplanentwurf für das Zentrum bewusst gewählt worden sei, damit möglichst wenige Bürger Einwendungen vorbringen, weist Wendeburgs Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU) zurück: „Der Zeitpunkt ist nur dem zügigen weiteren Ablauf des Verfahrens geschuldet.“

Auch zwischen Weihnachten und Neujahr sei das Rathaus geöffnet gewesen, und auch hinterher hätten die Bürger noch drei Wochen Zeit, um die Pläne einzusehen. „Und wenn etwas zwei Tage später eingeht, werden wir uns dem auch nicht verschließen“, sagt der Verwaltungs-Chef. Der Widerstand aus Braunschweig hat den Bürgermeister nicht überrascht. „Wir haben es schon bei den Bürgerversammlungen gemerkt, dass auch Bürger aus Völkenrode und Watenbüttel dabei waren.“ Bei der nun von der Bürgerinitiative vorgebrachten Kritik würden aber verschiedene Dinge vermengt, nämlich Logistikzentrum und Bahnstrecke. „Es ist eine aktive Bahnstrecke, die zu keiner Zeit entwidmet war“, betont Albrecht.

Auch formell sei bei dem Verfahren alles vorschriftsgemäß verlaufen: So gebe es eine Internetseite, auf der Bürger sich über Zentrum und Verfahrensstand informieren könnten, und auch die Stadt Braunschweig sei direkt beteiligt. „Wir schaffen hier die planungsrechtlichen Voraussetzungen“, sagt der Bürgermeister. Diese beinhalten den Flächennutzungsplan, der dem Landkreis Peine bereits zur Genehmigung vorliegt, sowie den Bebauungsplan, der noch bis zum 23. Januar im Wendeburger Rathaus öffentlich ausliegt. Anschließend werden die Einwendungen zum Bebauungsplan abgewogen und dem Rat zum Beschluss vorgelegt.

Erst dann könnte der Landkreis als Baugenehmigungsbehörde eine Teilbaugenehmigung erteilen. Diese beinhalte die Abtragung des Erdreiches und die Schaffung von Fundamenten. Inzwischen habe VW einen Bauantrag für das Zentrum beim Landkreis Peine gestellt, heißt es.

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