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Wendeburgs Bürgermeister-Stellvertreter Julian von Frisch schmeißt hin

Wendeburg Wendeburgs Bürgermeister-Stellvertreter Julian von Frisch schmeißt hin

Wendeburg. Für eine faustdicke Überraschung sorgte Wendeburgs stellvertretender Bürgermeister Julian von Frisch (parteilos, für die Grünen im Rat) am Ende der Sitzung des Wendeburger Rates. Unter dem Punkt „Wünsche und Anregungen“ teilte er den Rücktritt von seinem Amt mit.

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Überraschende Ankündigung bei der Ratssitzung: Julian von Frisch legt sein Amt als Stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg nieder.

Quelle: A/2

Von Simon Polreich

Letztendlicher Auslöser für diese Entscheidung sei die knappe Ratsentscheidung über den Sporthallen-Neubau in Bortfeld gewesen: Überraschend hatte sich der Rat nun doch für das Drei-Millionen-Projekt entschlossen – mit 13 Pro- und 12 Gegenstimmen in geheimer Abstimmung (PAZ berichtete). Von Frisch kritisierte diese „finanzielle Wendehalspolitik“, die er vor allem Bürgermeister Gerd Albrecht vorwarf. „Erst sagte uns der Bürgermeister, wir hätten kein Geld für einen Neubau – und ein halbes Jahr später reiten wir angeblich auf einmal den Goldesel: Für mich ist das eine komplette Fehlentscheidung“, so der Ratspolitiker.

Spontan sei der Rücktritts-Entschluss seinerseits aber nicht gefasst worden. „Ich habe mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken getragen“, erklärt Von Frisch. So habe ihn die CDU und Bürgermeister Albrecht vor einem Jahr für seine Meinungsäußerungen in punkto VW-Logistik-Optimierungszentrum in Harvesse öffentlich kritisiert (PAZ berichtete). Von Frisch stehe aber zu seiner Meinung und sehe es nicht ein, aufgrund des Amtes damit hinter dem Berg zu halten. „Bei öffentlichen Auftritten will ich nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen müssen, um dem Amt als Stellvertreter gerecht zu werden“, stellt Von Frisch klar.

Das habe er in Sachen Sporthalle erneut kommen sehen: „Ich habe bereits im Wahlkampf gesagt, wir brauchen multifunktionale Flächen und keine teuren Sporthallen. Den Neubau trage ich nicht mit.“
Zu möglichen Nachfolgern will sich Von Frisch derzeit noch nicht äußern – einen Kandidaten zu finden, sei Sache der Rot-Grün-Gruppe. „Zumindest die SPD schien von meinem Rücktritt überrascht worden zu sein. Rosemarie Waldeck (Grüne) hatte ich im Vorfeld über meinen Rücktritt informiert.“

Bis der Rat in einer der nächsten Sitzungen über den Rücktritts-Antrag Von Frischs entscheidet, will er sein Amt ausüben. Sein Mandat als Ratsherr wolle er zudem behalten.

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