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Wendeburger züchtet größten Schmetterling der Welt

Wendeburg Wendeburger züchtet größten Schmetterling der Welt

Wendeburg. Den größten Schmetterling der Welt, den Atlasspinner (Attacus atlas), züchtet Horst-Günter Meier. Durch ein Tauschgeschäft gelangte der Wendeburger an die Eier des in Asien heimischen Nachtfalters.

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Der größte Schmetterling der Welt: Der Atlasspinner.

Quelle: A

„Ich habe einen Deal gemacht“, erzählt Meier mit einem verschmitzten Grinsen. „Irgendwie hat man bei dem Schmetterlingspark in Buchholz erfahren, dass ich Seidenraupen züchte und fragte, ob ich Eier abzugeben hätte.“ Im Gegenzug erhielt Meier dafür von der Farm 25 Eier des Atlasspinners, der mit einer Flügelspannweite von bis zu 30 Zentimetern der größte Schmetterling der Welt ist und dessen Flügelzeichnung an Schlangenköpfe erinnert.

Inzwischen sind in Meiers Keller die Raupen geschlüpft: „Gut die Hälfte hat es geschafft“, berichtet der Experte, der es seinen Untermietern so gemütlich wie möglich gemacht hat. Da sie normalerweise in tropischen und subtropischen Wäldern leben, haben sie es gerne warm und benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent.

Nun heißt es für die Tiere fressen, was das Zeug hält. „Denn die Raupen fressen für den Schmetterling mit. Der Schmetterling selbst nimmt keine Nahrung auf und lebt nur eine Woche“, weiß Meier.

Bis die Zeit für die Verwandlung reif ist, dauert es aber noch: Die daumendicken Raupen, die blaugrün gefärbt sind und am Rücken lange, weiß gepuderte, fleischige Fortsätze tragen, haben bisher erst etwa die Hälfte ihrer Größe erreicht. Sie werden bis zu 12 Zentimeter lang. Auffällig ist auch der Hinterleib der Raupen, der auf beiden Seiten eine rote Zeichnung aufweist.

„Die Raupen sind hochgiftig“, erklärt Meier. „Damit schützen sie sich gegen Fressfeinde.“ Folglich ernähren sich die Insekten ausschließlich von giftigen Pflanzen, wie zum Beispiel Flieder. „Der Flieder wird aber bereits gelb“, sagt Meier, der daher seine Raupen auf den immergrünen Liguster - ebenfalls giftig - umgewöhnt hat. „Erst hat nur eine daran gefressen, inzwischen tun es fast alle. Der Flieder schmeckt wohl nicht mehr“, sagt er mit einem Lachen.

Etwa acht Tage dauert die Verpuppung. „Sie spinnen direkt am Strauch einen Kokon“, so Meier. Aus diesem lässt sich sogar Seide herstellen, die Fagaraseide. Sie hat aber im Gegensatz zur gewöhnlichen Seide nur wenig wirtschaftliche Bedeutung.

Übrigens: Benannt wurde der Atlasspinner nach dem Titan Atlas aus der griechischen Mythologie, der das Himmelsgewölbe stützte.

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