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Wendeburg beantragt Bahn-Reaktivierung

Wendeburg Wendeburg beantragt Bahn-Reaktivierung

Wendeburg. Einen Antrag auf Reaktivierung der Bahnstrecke Harvesse-Braunschweig will nun auch die Gemeinde Wendeburg beim Land Niedersachsen stellen. Das teilte Wendeburgs Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU) auf PAZ-Anfrage mit.

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Dieses Bild aus dem Jahr 2003 zeigt: Schon seit zehn Jahren beschäftigen sich die Wendeburger immer wieder mit der Bahnstrecke. Hier: Die Gleise bei Harvesse.

Quelle: Archiv

Der Antrag ist Ergebnis eines Gesprächs, das am Mittwochabend im Rathaus stattfand. Dazu trafen sich die Fraktionsvorsitzenden Ludwig Thiemann (SPD), Sigurt Grobe (CDU) und Rosemarie Waldeck (Grüne), Bürgermeister Gerd Albrecht sowie Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „Pro Zug-kunft“. Sowohl von Seiten der Bürgerinitiative als auch von Seiten der Politik wird das Treffen als sehr positiv bewertet: „Es war ein tolles Gespräch“, sagt BI-Sprecher Josef Efken. „Jetzt ist auch der Startschuss auf Gemeindeebene gefallen.“

Um die Antragsfrist bis zum 2. September bei der Landesregierung einzuhalten - diese prüft derzeit die Reaktivierung von Schienenstrecken und Bahnhaltepunkten - will die Gemeinde nun in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden einen eigenen Antrag zur Reaktivierung der Bahnstrecke von Harvesse über Wendeburg nach Braunschweig stellen. Und auch der Gemeinderat soll beteiligt werden: „Der Rat soll sich zu diesem Thema in der Sitzung am 10. September positionieren“, sagt Albrecht, der mit einer breiten Unterstützung für den Bahnanschluss rechnet.

Die Chancen für eine Realisierung stehen gut, sind sich Efken und Albrecht einig: „Nach dem ehemaligen Konzept der Regio-Stadtbahn hat sich die Strecke damals schon gerechnet.“ Zudem habe sich die Ausgangsposition durch die geplante Sanierung der Bahntrasse durch VW noch verbessert. Hintergrund: Das Unternehmen will auf den bestehenden Gleisen einen Industrie-Zug zum geplanten Logistik-Optimierungszentrum bei Harvesse fahren lassen.

Übereinstimmend befanden die Gesprächsteilnehmer auch, dass die Strecke - im Fall einer Reaktivierung - bis in die Braunschweiger Innenstadt (Bohlweg/Schloss) führen müsse. Nun will die Gemeinde Wendeburg um Unterstützung werben, zum Beispiel bei Landesregierung, Landtagsfraktionen, dem Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB), der Stadt Braunschweig, aber auch bei Volkswagen, der Wolfsburg AG oder der Metropolregion. Denn in dieser Hinsicht herrscht Einigkeit: „Die Strecke könnte Leuchtturmprojekt in der Region sein“, sagt Albrecht.

Neben der Gemeinde Wendeburg hat auch der ZGB angekündigt, die Bahnstrecke zur Reaktivierung anzumelden.

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