Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Wendeburg: CDU-Fraktion will Bürgermeister-Stellvertreter abwählen

Wendeburg Wendeburg: CDU-Fraktion will Bürgermeister-Stellvertreter abwählen

Wendeburg. Paukenschlag in Wendeburg: Die CDU-Ratsfraktion hat beantragt, den Ersten stellvertretenden Bürgermeister Julian von Frisch in der nächsten Ratssitzung am Dienstag, 14. Mai, abzuwählen.

Voriger Artikel
Kläranlage wird modernisiert
Nächster Artikel
Archäologische Grabungen im Schlosspark Vechelde

Hier wird am nächsten Dienstag über den Abwahl-Antrag der CDU-Fraktion entschieden: Das Wendeburger Rathaus.

Quelle: web

Im Zentrum stehen dabei von Frischs Äußerungen zum geplanten VW-Logistik-Optimierungszentrum in Harvesse und seine Kritik in diesem Zusammenhang an Verwaltung und Ratsmitgliedern. „Er arbeitet gegen die Interessen der Gemeinde“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Sigurt Grobe. So habe von Frisch (parteilos, sitzt für die Grünen im Gemeinderat) in einem Zeitungsinterview Ratskollegen und Bürgermeister mit „Dollarzeichen in den Augen“ betitelt. Zudem habe er in der Öffentlichkeit geäußert, er sei nicht richtig zur Ansiedlung von Volkswagen informiert worden.

Dem widerspricht Grobe im Antrag vehement: „Alle Ratsmitglieder wurden in allen Bereichen von der Verwaltung, insbesondere vom Bürgermeister Gerd Albrecht in allen Schritten bestens informiert. Der Informationsfluss war da.“ Die CDU-Fraktion erwarte, dass der Erste stellvertretende Bürgermeister die Gemeinde nach außen repräsentiere und ihre Interessen vertrete - dies sei aber nicht der Fall.

Eskaliert war die Situation in der letzten Ratssitzung. Dort hatte sich von Frisch bei der Entscheidung zur Aufstellung eines Bebauungsplans und der Ausweisung eines Industriegebiets für das Zentrum enthalten (PAZ berichtete). Zuvor hatte er bereits im Planungsausschuss gegen die Ansiedlung gestimmt.

Mit beiden Entscheidungen habe die CDU kein Problem, heißt es im Antrag. Sie sei auch nicht bestrebt gewesen, öffentlich einen Rücktritt zu fordern. Bereits am 18. April habe die Fraktion von Frisch in Kenntnis gesetzt, dass sie spätestens bei der Ratssitzung am 14. Mai einen Abwahlantrag stellen werde. „Er hatte Zeit und Möglichkeit darauf zu reagieren“, so Grobe. Dies habe er nicht getan.

Julian von Frisch sieht indessen keinen Anlass zurückzutreten. „Man kann sich vielleicht über die ein oder andere Wortwahl unterhalten, aber das rechtfertigt den Antrag nicht“, sagt er, räumt aber ein: „Es wäre vermessen zu sagen, ich wäre schuldlos, aber ich habe niemanden beleidigt oder diffamiert.“ Daher habe er auch keine Notwendigkeit gesehen, auf die CDU-Fraktion zuzugehen.

Ein klärendes Gespräch hat es aber zwischen von Frisch und Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU) gegeben. „Wir haben die Dinge bereinigt“, so der Verwaltungschef. Doch der Vorwurf, von Frisch unterstütze das Projekt nicht so, wie es von einem stellvertretenden Bürgermeister zu erwarten wäre, bleibe.

Nun muss der Rat am Dienstag, 14. Mai, über den Abwahl-Antrag in geheimer Abstimmung entscheiden. Rosemarie Waldeck, Sprecherin der rot-grünen Mehrheitsgruppe im Rat, wollte sich gestern dazu nicht äußern: „Wir haben Stillschweigen vereinbart.“

web

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung