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Vortragsreihe: Werner Cleve sprach über das Lengeder Grubenunglück

Lengede Vortragsreihe: Werner Cleve sprach über das Lengeder Grubenunglück

Lengede. Zum 50. Jahrestag des Grubenunglücks in Lengede hielt jetzt Werner Cleve von der Lengeder Arbeitsgruppe Bergbau einen Vortrag zu diesem Thema im Saal des Bürgerhauses.

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Über das Grubenunglück und die Rettung der Bergleute von Lengede sprach Werner Cleve im Bürgerhaus.

Quelle: mea

Etwa 50 Zuhörer lauschten dem zweiten Referat der Reihe mit insgesamt sechs Veranstaltungen. Cleve bot dabei einen umfassenden Einblick in den Lengeder Bergbau, die Vorgeschichte und schließlich auch in das Unglück mit der Rettungsaktion. Cleve erläuterte zunächst, wie sich vor 86 Millionen Jahren das Kalkerz in der Lengeder Region gebildet hatte und trug so zum besseren Verständnis der jeweiligen Bodenstruktur bei. „In Lengede wurde sowohl Kalkerz, als auch Tonerz entdeckt und gefördert“, sagte er zu Beginn des Vortrages. Anschließend erläuterte er den Aufbau des damaligen Lengeder Schachtgeländes. Anhand alter Dokumente, wie Fotos und Zeichnungen, erklärte er, wo sich die verschieden tiefen Sohlen befunden hatten. Ebenso machte er hierbei deutlich, wo Ausgänge aus dem Tiefbau gewesen waren. „Es gab zum Beispiel Wetterlöcher, durch die frische Luft in die Grube gelang“, so Cleve. Bei Bergmännern bedeute das Wort „Wetter“ so viel wie „Luft“. Ebenso erklärte er, dass aus dem Tagebau alle hundert Meter ein Stollen in den Tiefbau geführt hatte. Durch diese Verdeutlichungen konnten die Zuhörer die Fluchtmöglichkeiten der Bergmänner besser nachvollziehen. Auch die Stunden des Unglücks und die Tage danach beleuchtete Cleve. Wo sich die Bergleute aus welchen Gründen retten konnten, erklärte er ebenso. So hätten sich viele Bergmänner durch ein Wetterloch in Sicherheit gebracht. Das sogenannte „Wunder von Lengede“, die Rettung von elf Bergleuten nach 14 Tagen untertage, erklärte Cleve umfangreich. Einer der eingeschlossenen Bergleute, Gerhard Hanusch (93), war sogar unter den Zuhörern und wurde von Cleve in den Vortrag miteinbezogen. Hanusch war nach acht Tagen in Barbecke zusammen mit zwei weiteren Bergmännern aus einer Luftblase befreit worden. Hanusch wird zusammen mit dem Überlebenden Adolf Herbst am kommenden Montag, 4. November, 18 Uhr, über die Erlebnisse während des Unglücks referieren.

mea

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