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Vortrag: Psychologe klärte über Inklusion auf

Vechelde Vortrag: Psychologe klärte über Inklusion auf

Vechelde. „Alle Kinder besuchen gemeinsam eine wohnortnahe pädagogische Einrichtung und werden dort individuell gefördert, sodass jedes Kind sein Potential bestmöglich ausschöpfen kann.“ So soll das Ziel im pädagogischen Bereich sein - festgelegt in den UN-Konventionen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

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Zahlreiche Erzieher aus dem Landkreis Peine und der Stadt Braunschweig waren zu der Vortragsveranstaltung gekommen.

Quelle: cb

In Kooperation mit Monika Schweda von der Kreisvolkshochschule (KVHS) hatte Susanna Kummer, Vertreterin des Beratungsteams Brückentag, im Bürgerzentrum Vechelde zu einem Fachvortrag von Dr. Michael Lichtblau eingeladen. Lichtblau ist Diplom-Psychologe an der Leibnitz-Universität in Hannover und unter anderem Koordinator des „Forschungsnetzwerkes frühkindliche Bildung und Entwicklung“.

Lichtblau zeigte in seinem Vortrag die Grundlagen und auch die Schwierigkeiten der Inklusion auf. „Was wir im Moment haben, ist Integration, nicht Inklusion“, so Lichtblau. „Wir integrieren Kinder mit Behinderungen in Gruppen von Kindern ohne Behinderungen. Sie sind dann die Kinder mit Förderbedarf.“ Die Inklusion geht aber davon aus, dass jedes Kind, egal ob behindert oder nicht, einen individuellen Förderbedarf besitzt. Ein Problem bei der Umsetzung von Inklusion besteht an der personellen Struktur in den Einrichtungen.

In solche Einrichtungen müssten multiprofessionelle Teams vorhanden sein. Auch die Sorge vieler Eltern, dass ihr eigenes Kind in der Entwicklung gebremst wird, wenn zu viele „behinderte“ Kinder mit ihm in einer Gruppe sind, ist nicht zu unterschätzen. Sie befürchten, dass die Kinder mit besonderem Förderbedarf alle Betreuer binden und das eigene Kind auf der Strecke bleibt.

Diese Sorge ist aber unbegründet. Ein Blick ins europäische Ausland zeigt, dass es keine Nachteile in der Bildung gibt. In den PISA- Gewinner-Länder, wie Finnland und Norwegen, ist bereits ein hoher Grad an Inklusion erreicht. Aber Inklusion ist nicht allein eine pädagogische Aufgabe. Inklusion ist ein bildungspolitischer und gesamtgesellschaftlicher Paradigmenwechsel. Denn es geht nicht nur um Menschen mit Behinderungen, sondern allgemein um den Abbau von Ausgrenzung und Benachteiligung. Gegenseitige Wertschätzung ist die Grundlage.

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