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Vor 90 Jahren ging die erste Bahnlinie auf Gemeindegebiet in Betrieb

Wendeburg Vor 90 Jahren ging die erste Bahnlinie auf Gemeindegebiet in Betrieb

Wendeburg. Vor fast genau 90 Jahren - am 1. März 1923 - ging die erste Bahnlinie, die auch das Wendeburger Gemeindegebiet berührte, in Betrieb. Sie führte von Celle über Plockhorst nach Braunschweig.

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Eine Dampflok fuhr ab 1923 durch das Wendeburger Gemeindegebiet.

Quelle: A

Zwar handelte es sich „nur“ um eine eingleisige Nebenbahnstrecke, dennoch nahm der Güterverkehr darauf bedeutende Formen an, hat Wendeburgs Gemeindeheimatpfleger Rolf Ahlers recherchiert. Vor allem Zuckerrüben und Kohle wurden auf der Schiene transportiert. Bahnhöfe gab es in Harvesse, Wense und Wendezelle, wobei bei den beiden letzteren Kopf-Seiten-Rampen das Be- und Entladen erleichterten, weiß Ahlers. Für die Zuckerrübenverladung wurde Anfang der 1950er-Jahre in Wendezelle auch noch eine Kippanlage errichtet. „Die bisher dafür nötige Handarbeit hatte ein Ende“, schildert der Gemeindeheimatpfleger. Mit der zunehmenden Zahl der Ackerschlepper erledigten die Landwirte den Rübentransport zur Zuckerfabrik jedoch selbst.

Nicht so die örtlichen Kohlenhändler: Sie bezogen die Briketts für die vielen Hausfeuerungsanlagen gleich waggonweise und verteilten sie vom Bahnhof aus. Maschinen, Geräte und Baumaterialien wurden ebenfalls mit der Bahn transportiert.

„Auch der Personenverkehr erfreute sich großer Beliebtheit“, sagt Ahlers. Überwiegend Schüler und Berufstätige fuhren mit dem Zug, aber auch Reisende nahmen die Verbindung in Anspruch. „Mit Pfiffen kündigte die Dampflokomotive das Herankommen des Zuges an“, so Ahlers. Wer wie die Wendeburger, Zweidorfer, Rüperaner und Neubrücker nicht direkt von der Bahnlinie berührt war, fuhr häufig mit dem Fahrrad zum Bahnhof.

Endstationen der Linie waren Braunschweig und Celle - dort bestand Anschlussmöglichkeit an mehrere andere Linien. In Plockhorst konnte man in die Züge auf der Hauptstrecke Hannover-Berlin umsteigen.

Mit der Zunahme von Privatautos fuhren gegen Ende der 50er-Jahre immer weniger Menschen mit der Bahn, sodass der Personenverkehr schließlich am 27. Mai 1962 im Streckenabschnitt Braunschweig-Plockhorst eingestellt wurde. Danach waren auf der Strecke noch gelegentlich Personen-Sonderzüge unterwegs. Am 30. Juni 1992 wurde auch der Güterverkehr eingestellt. Von Braunschweig bis zum „Abfallentsorgungszentrum Watenbüttel“ benutze der „Müllzug“ die Strecke.

„Die Bahnhofsgebäude und weitere Teile der Bahnhofsgelände sind inzwischen an Privateigentümer verkauft worden“, erklärt Ahlers. Von Celle bis einschließlich Wense seien auch die Gleisanlagen zurückgebaut worden. Im weiteren Streckenabschnitt bis Harvesse sind die Gleise jedoch noch vorhanden - und damit die Hoffnung der Wendeburger auf einen Anschluss an die Regio-Stadtbahn, was derzeit auch im Zusammenhang mit dem möglichen VW-Logistik-Optimierungszentrum bei Harvesse diskutiert wird. Ahlers zufolge bemüht sich die Gemeinde Wendeburg schon seit 1993, die regelmäßige Personenbeförderung auf der Schiene wiederzubeleben.

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