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Von Minni gibt’s einen auf den Deckel

Vechelde Von Minni gibt’s einen auf den Deckel

Vallstedt. Der Name ist Programm: In Minni’s Bierquelle in Vallstedt steht Minni Conrad hinter der Theke und zapft das Bier für ihre Gäste - und das seit dem 5. Dezember 1996.

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Minni‘s Bierquelle: Ihrer Gaststätte hat Minni Conrad ihren Namen geben. Das Schild hat ein Gast für sie angefertigt.

Quelle: web

Minni sei ihr echter Name, versichert die 63-Jährige. „Weil ich so klein war, hat mein Vater gesagt: ‚Wir nennen sie Minni‘. Und das bin ich auch geblieben“, sagt Minni Conrad und lacht. Ursprünglich stammt sie aus Franken, durch ihren Mann kam sie nach Vallstedt. „Er arbeitete bei einer Versicherung und wurde hierher versetzt.“ Ihre Kinder waren damals noch klein, ihre Tochter vier, ihr Sohn zwei Jahre alt.

Als Heinrich Bartels vorbei kam und sie überzeugte, das Lokal an der Grünen Allee zu übernehmen, arbeitete Minni Conrad gerade als Kellnerin auf der Raststätte Zweidorfer Holz Nord an der Autobahn 2. „Ich hab‘ gedacht: ‚So kann ich für mich arbeiten“, schildert sie.

Heute betreibt sie die Gastwirtschaft gemeinsam mit ihrem Mann Bernd, einem gelernten Koch. „Der Krustenbraten ist momentan der Renner“, erzählt Minni Conrad. Und fügt an: „Ich kann Krustenbraten nicht mehr sehen.“ Täglich steht sie ab 8.30 Uhr hinter dem Tresen, geschlossen wird, wenn der letzte Gast geht: „Das kann schon mal halb eins, halb zwei werden“, sagt sie.

Ihr einziger freier Tag in der Woche ist der Montag. Das war nicht immer so: „Von 1996 bis 2009 hatten wir sieben Tage die Woche offen.“ Doch das wurde ihr zu viel, auch wenn dadurch einige Stammgäste absprangen.

Überhaupt müssten mehr Gäste kommen, meint Minni Conrad zwischen zwei Bier, die sie für die Stammgäste schon früh am Vormittag zapft. „Die jüngeren Leute gehen in die Disko, die kommen nicht hier her.“

Trotzdem: Unterstützung bekommt Minni Conrad von vielen örtlichen Vereinen, dem Bergmannsverein, dem Siedlerbund und dem Vorstand des Fußballvereins. „Als mein Mann im Krankenhaus lag, haben die Leute hier gespült und Brötchen gemacht“, erzählt sie. Auch der Ortsbürgermeister sei schon vorbeigekommen, um ihr zu helfen: „An der Zapfanlage hatte die Kohlensäure Überdruck und ein 50-Liter-Fass Bier war ausgelaufen - das hat er repariert“, freut sich die Gastwirtin über die Hilfe - die sie im Übrigen auch an ihre Gäste zurückgebe. Und die schätzen die familiäre Atmosphäre: „Man trifft immer jemandem, mit dem man quatschen kann.“

Vor drei Jahren hat die Brauerei Wolters den Namen ihres Lokals auf den Schildern in „Bei Minni“ geändert. „Doch das kommt bei den Kunden nicht an“, sagt Minni Conrad. Deswegen wird er jetzt wieder zurück geändert, in das, was er für die Vallstedter immer geblieben ist: „Minni’s Bierquelle“.

web

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