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Von Lemuren, Chamäleons und Baobabs

Bortfeld Von Lemuren, Chamäleons und Baobabs

Bortfeld. Madagaskar – wer hier nach Zebra, Nilpferd, Löwe und Giraffe aus dem gleichnamigen Film Ausschau hält, wird enttäuscht. Wer aber – wie das Bortfelder Ehepaar Christa Meinecke und Reinhard Metschulat – die viertgrößte Insel der Welt mit offenen Augen entdeckt, dem offenbaren sich zahlreiche nur dort vorkommende Tier- und Pflanzenarten.

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Lasten werden von den Madagassen häufig auf dem Kopf transportiert.

Quelle: oh

Bortfeld. Schon lange war es Metschulats Traum gewesen, einmal das Eiland im Indischen Ozean zu entdecken. Und so ging es Ende März rund drei Wochen nach Madagaskar, das einst französische Kolonie gewesen ist. Spuren von dieser Zeit konnte das Bortfelder Paar noch überall entdecken – seien es die Häuser, die Backwaren oder eben die Sprache, denn neben Malagasy, das von der Mehrheit der Madagassen gesprochen wird, ist Französisch Amtssprache.

Besonders beeindruckt waren die Bortfelder von der Landschaft. „Die Insel ist stellenweise sehr grün und man hat einen wahnsinnig weiten Blick, obwohl es hügelig ist“, beschreibt Meinecke. Ebenso beeindruckend seien die vielen Tier- und Pflanzenarten gewesen, die sie bei verschiedenen Touren durch Naturreservate entdeckten: Chamäleons, riesige Schmetterlinge, wie den Kometenfalter, Lemuren und andere Affenarten, Krokodile und Schlangen, aber auch den Baum des Reisenden. Dieser ist Wappenbaum Madagaskars und soll in der Not als Wasserspender dienen, was ihm seinen Namen gegeben hat.

Ein weiterer beeindruckender Baum Madagaskars ist der Baobab, auch Afrikanischer Affenbrotbaum genannt. Aufgrund seines besonderen Aussehens ranken sich verschiedene Mythen um ihn: „Es heißt, der Teufel riss den Baum aus und steckte ihn anschließend mit den Zweigen zuerst in den Boden, sodass die Wurzeln nun in die Luft ragen“, berichtet das Paar. Ein absoluter Höhepunkt der Reise war die Zugfahrt mit dem Dschungel-Express durch das südliche Hochland bis nach Manakara am Indischen Ozean. Für die Einheimischen ist der Zug ein wichtiges Transportmittel für Handelswaren – entsprechend viel Trubel erlebten die beiden Bortfelder auf der rund acht Stunden dauernden Fahrt, die der Zug in gemütlichem Tempo absolviert. An jedem Bahnhof drängten sich die Menschen und es wurden Bananen und Früchte aller Art angeboten. Aufgefallen ist Meinecke und Metschulat dabei: „Alles wird auf dem Kopf transportiert und viele Madagassen gehen barfuß.“

Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Egal, wo das Paar hinkam, „immer waren überall Kinder“, schildern die beiden. Die Grabmäler für die Toten seien teilweise besser als die Hütten der Lebenden, denn die Madagassen pflegen einen besonderen Ahnenkult, berichtet das Paar. Bei der „Famdihana“ werden die Gebeine mindestens alle zehn Jahre ausgegraben und die Toten mit neuen, kostbaren Tüchern gekleidet.

Von Mirja Polreich

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