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Virtuelle Dorfwanderung in die Meerdorfer Historie

Meerdorf Virtuelle Dorfwanderung in die Meerdorfer Historie

Meerdorf. Statt durch Meerdorf zu wandern, wie ursprünglich geplant, unternahm der Heimatverein Meerdorf nun einen virtuellen Dorfspaziergang. Schuld waren widrige Wetterverhältnisse.

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Zahlreiche Teilnehmer waren zur historischen Dorfwanderung des Heimatvereins Meerdorf gekommen.

Quelle: Heimatverein

Kurzfristig konnte die Gesellschaft das „teatr dach“ nutzen. Hausherr Ali Schultze hatte zur Begrüßung sogar ein Gedicht parat, welches er vortrug. Dann begann die virtuelle „Wanderung“.

Ortsheimatpfleger Horst Nordmeyer betrat die Bühne. Während im Vorjahr bei der ersten historischen Dorfwanderung der südliche Bereich, die Schule und Kirche Themen der Ausführungen waren, wurden diesmal die westlichen und nördlichen Dorfbereiche behandelt. Nordmeyer berichtete von Halbspännern und Brinksitzern, Höfen, die der Kirche verpflichtet waren, und über die Molkerei, die 1898 ihren Betrieb aufgenommen und nachfolgend mehrere Besitzer hatte, bis sie 1957 ihren Betrieb einstellte.

„In diesem Zusammenhang wäre Meerdorf beinahe in den Besitz einer Badeanstalt gekommen, wenn die Baumaßnahmen nicht durch mangelhafte Ausführung in einem Desaster geendet wären“, weiß der Vorsitzende des Heimatvereins, Bernd Meier, zu berichten. Danach sei es zu einem jahrelangen Rechtsstreit gekommen, der bis zum Bundesgerichtshof führte.

„Mehrere Bürgermeister der damals selbstständigen Gemeinde mussten sich damit herumschlagen, bis zum Schluss per Gerichtsurteil der Gemeinde eine Entschädigung zugesprochen wurde, die von der Versicherung der beklagten Baufirma getragen wurde.“

Station machte die „Wandergruppe“ dann in der ehemaligen Peyerschen Scheune, in der die Eheleute Elke und Hans Otto Neddermeyer ein Privatmuseum eingerichtet haben. Hier hatte Ralf Nolte vom Heimatverein Glühwein und Kekse zum Aufwärmen bereitgestellt.

„Die Besichtigung der Museumsscheune war ein echtes Erlebnis, weil viele der Teilnehmer das erste Mal dort waren und nicht mit einer solch umfassenden Einrichtung gerechnet hatten“, freut sich der Heimatvereins-Vorsitzende. Der Abschluss fand bei einem Braunkohlessen im Schützenheim Meerdorf statt.

rd

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