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Verwaltungschef im Unruhestand

Wendeburg Verwaltungschef im Unruhestand

Wendeburg. Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass Hans Peter Reupert, langjähriger Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg, in den Ruhestand gegangen ist. Von Ruhe kann aber im Leben des 65-Jährigen trotzdem keine Rede sein.

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Genießt den Unruhestand in vollen Zügen: Der frühere Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg, Hans Peter Reupert, beim Laubfegen in seinem Garten.

Quelle: web

Von Mirja Weber

Wendeburg. Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass Hans Peter Reupert, langjähriger Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg, in den Ruhestand gegangen ist. Von Ruhe kann aber im Leben des 65-Jährigen trotzdem keine Rede sein.

Mit seinem „neuen Leben“ ist Reupert vollauf beschäftigt und zufrieden: Er kocht und grillt leidenschaftlich gern - wofür er Kurse, zuletzt in Leipzig, besucht - pflegt den Garten, hackt Holz für den Kachelofen und radelt einmal die Woche dreißig bis vierzig Kilometer mit der Bortfelder Gruppe „Tramp Tau“, die nicht nur kräftig in die Pedale tritt, sondern auch bei Ehejubiläen und Geburtstagen singt, und damit ein weiteres Hobby des Wendeburger Ex-Verwaltungschefs abdeckt: Die Musik.

Singen allein reicht aber nicht und so nimmt Reupert Gitarrenunterricht an einer privaten Gitarrenschule in Peine. „Vielleicht spiele ich mal in einer Band“, sagt er und schmunzelt. Dazu werden Reisen geplant - am liebsten mit dem Rad. Nach der Elbe- soll nun eine Donau-Tour folgen, rund 1000 Kilometer lang. Und dann sind da noch die historischen Eisenbahnfahrten, bei denen Züge zusammen mit den eigens mitgereisten Statisten eindrucksvolle Fotomotive für den Wendeburger liefern.

Auch der Kontakt zu den alten Kollegen wird gepflegt, gelegentlich besucht Reupert seinen Nachfolger Gerd Albrecht im Wendeburger Rathaus. „Man fragt mich aber nicht um Rat“, betont er, auch wenn er natürlich zu vielen Themen eine Meinung hat - etwa zur Ansiedlung des VW-Logistik-Optimierungszentrums in Harvesse, das er für einen „Riesenglücksfall“ hält, und der Fusionsdebatte, bei der er die Wendeburger Bevölkerung klar in Richtung Braunschweig tendierend sieht. Der Landkreis Peine sei ein „künstlich herbeigeführtes Gebilde ohne homogene Struktur - die Zerrissenheit der Bevölkerung ist für Peine nicht ungefährlich.“ Und es müsse nicht unbedingt schlecht sein, sollte Wendeburg ein Stadtteil Braunschweigs werden, sagt er im Hinblick auf den heutigen Braunschweiger Stadtteil Stöckheim, der früher eigenständige Gemeinde war und in der seine Ausbildung begann.

Doch das sollen nun andere diskutieren, denn der CDU-Mann hat einen klaren Schnitt gemacht. Anders als manch anderer habe er keine Probleme mit dem „Machtverlust“. Deswegen habe er sich auch keine andere Tätigkeit, etwa in der Akquise von Bauland gesucht, auch wenn es ihm angeboten worden sei. „Der Illusion der Unentbehrlichkeit habe ich mich nie hingegeben. Ich habe ein anderes Leben angefangen und das füllt mich aus.“

Manchmal sogar so sehr, dass keine Zeit mehr für die Modell-Eisenbahn bleibt oder für die Briefmarken-Sammlung, die er von seinem Schwiegervater geerbt hat. Aber wenn Sohn Jens (28) als Reporter von N24 im Fernsehen aus London über die Geburt von Prinz George berichtet oder ein Interview mit dem „Kaiser“ Franz Beckenbauer führt, zeichnet der stolze zweifache Familienvater und bekennender Eintracht-Braunschweig-Fan die Sendung natürlich auf - so viel Zeit muss sein.

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