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Vechelde: Hauptschüler waren Eltern auf Probe

Vechelde Vechelde: Hauptschüler waren Eltern auf Probe

Vechelde. Für 48 Stunden Eltern sein - das konnten nun acht Schüler der Albert-Schweitzer-Hauptschule Vechelde täuschend echt mit den Babysimulatoren des Caritasverbandes Peine erleben.

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Eltern auf Probe (hinten v.l.): Ann-Kathrine Linhardt, Björn Bendrick, Hewidar Aslan, Diana Hatzky, Anastasia Kleim und Mico Ljiljanic sowie (vorne von links) Sarah Becker und Timm Zacher.

Quelle: web

Sie wollen gefüttert und gewickelt werden, müssen Bäuerchen machen und wollen geschaukelt werden: Fast wie richtige Babys verhalten sich die Babysimulatoren, die Margret Borsum vom Caritasverband Peine, zuständig für Schwangeren- und Familienberatung, mit an die Vechelder Hauptschule gebracht hat.

48 Stunden hatten nun acht Schüler alle Hände voll zu tun, um ihren Aufgaben als „Eltern auf Probe“ gerecht zu werden - und das ist ihnen auch anzusehen. „Heute morgen hingen alle ganz schön in den Seilen“, sagt Borsum lachend.

Das viertägige Projekt „Erwachsen werden“ soll nicht abschrecken, sondern den Jugendlichen zeigen, was es bedeutet, Eltern zu sein und für ein Kind Verantwortung zu tragen.

Neben den 48 Stunden Babybetreuung nehmen die Jugendlichen auch freiwillig am Projektunterricht teil. Themen seien etwa Schwangerschaft, Entwicklung des Kindes sowie die Auswirkungen von Alkohol und Drogen während der Schwangerschaft, erzählt Borsum. Zum dritten Mal ist sie an der Vechelder Hauptschule, hier begann auch vor zwei Jahren das Projekt. Ihre Erfahrungen seitdem sind durchweg positiv: „Die Schüler sind hinterher alle beeindruckt. Häufig kommt die Erkenntnis: ‚Für ein Baby muss ich erst reif genug sein, jetzt würde ich das noch nicht schaffen‘“, hat sie beobachtet. Zudem schaffe es Verständnis gegenüber dem, was die eigenen Eltern geleistet hätten.

Gleichzeitig erfordere die Projektteilnahme Mut, meint Borsum: „Die Schüler setzen sich Gerüchten aus, denn die Babypuppen sehen von weitem täuschend echt aus.“ Auch Hänseleien kämen vor.

Grinsen ja, dumme Sprüche nein - so hat es Björn Bendrick, einer von drei teilnehmenden Jungen, erlebt. Der 14-jährige Sonnenberger ist wie seine Mitstreiter begeistert von dem Projekt, für das die Schüler ein Zertifikat sowie einen Zeugnisvermerk bekommen. „Es war richtig gut zu sehen, wie es ist, wenn man ein Baby hat“, erzählt er. Tagsüber sei die Babybetreuung „easy“ gewesen, die Nächte dagegen anstrengend. Denn innerhalb der 48 Stunden will der Babysimulator 75 bis 85 Mal versorgt werden.

web

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