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VW-Zentrum bei Harvesse: BUND will Weichen für Zuganbindung stellen

Wendeburg VW-Zentrum bei Harvesse: BUND will Weichen für Zuganbindung stellen

Wendeburg. Personenzüge, die von Wendeburg aus nach Braunschweig fahren - davon träumt die Mehrheit der Wendeburger schon lange. Unterstützung erhalten sie nun von der Braunschweiger Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Wir wollen die Strecke wieder für den Personentransport öffnen“, so Robert Slawski, Sprecher der AG-Nahverkehr beim BUND.

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Die alten Gleise der ehemaligen Bahnstrecke Braunschweig-Celle sind in Wendeburg (Bild) und Harvesse noch vorhanden.

Die Voraussetzungen für diesen Wunsch sind durchaus günstig: So ist das alte Gleis der Bahnlinie, die einst von Celle über Plockhorst und Wendeburg nach Braunschweig führte, auf Wendeburger Gemeindegebiet noch vorhanden, und Volkswagen plant das Gleis für sein Logistik-Optimierungszentrum bei Harvesse für den Güterverkehr instand zu setzen.

Schon seit Jahren fordere die Wendeburger Bevölkerung diesen Bahnanschluss, verweist Slawski auf den Bürgerentscheid zugunsten der Regiostadtbahn. Zudem sei die Bahnstrecke, die über den Mittellandkanal nach Völkenrode, Watenbüttel bis hin zum VW-Werk führt, sehr gut erhalten. „Der Müllzug fährt darauf“, so der Sprecher. Allerdings nur ein Zug pro Tag: „Aus volkswirtschaftlichen Gründen ist es unsinnig die Strecke für nur einen Zug intakt zu halten.“

Slawski hält es daher für sinnvoll, die Idee der Regiostadtbahn wieder aufzunehmen und neu zu planen. Ihm schwebt eine leichte, schnelle Stadtbahn, getaktet auf 30 Minuten vor, betrieben von der Braunschweiger Verkehrs-AG und eventuell den Peiner Verkehrsbetrieben - auch wenn formal eigentlich der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) zuständig ist (siehe Info). Dazu ein Pendler-Parkplatz nahe des Harvesser Logistik-Zentrums, durch den sich Slawski auch eine Entspannung der Verkehrproblematik in Watenbüttel erhofft.

Keine Probleme sieht er aus naturschutzfachlicher Sicht: „Bei der Fläche in Harvesse handelt es sich um einen artenarmen Acker.“ Zudem sei er weit genug vom Ort entfernt. „Wir sehen für die Harvesser keine gravierenden Nachteile, sondern mit der Personenbeförderung Vorteile“, unterstreicht er. Dennoch müssten etwa Strecken-Einschränkungen für den Lkw-Verkehr sowie Lärmschutz-Maßnahmen her: So will sich die Kreisgruppe für den Einsatz leiser Güterzüge nach Schweizer Vorbild und eine Sicherungstechnik an den Eisenbahnanlagen einsetzen.

Auch Helga Laue befürwortet einen Stadtbahn-Anschluss: „Das würde ich mir in meiner Gemeinde auch wünschen“, erklärt die Vorsitzende der Peiner BUND-Kreisgruppe - unter der Voraussetzung, dass sowohl Umweltaspekte wie auch die Verkehrssituation berücksichtigt würden.

Der Braunschweiger Verband begrüßt auch das Logistik-Zentrum: „Es gibt elf Standorte in Braunschweig, von denen Güter per Lkw in das VW-Werk Braunschweig gebracht werden. Große Teile des Braunschweiger Nordens leiden darunter“, erklärt Slawski und führt Lärm-, Staub- und Abgas-Immissionen sowie Unfälle an. Mit dem neuen Logistik-Zentrum bei Harvesse werde Braunschweig deutlich entlastet, da laut Slawski dann die anderen VW-Standorte in Braunschweig geschlossen werden sollen. „Allerdings haben wir große Sorge, dass dort neue Warenlager von anderen Firmen einziehen.“

Bei der Umsetzung ihrer Ideen setzt die BUND-Gruppe auf die Öffentlichkeit, außerdem sollen Gespräche mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik aufgenommen werden.

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