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VW-Zentrum: „Alle 2,5 Minuten ein Lkw“

Wendeburg VW-Zentrum: „Alle 2,5 Minuten ein Lkw“

Harvesse. Proppevoll war gestern Abend das Harvesser Dorfgemeinschaftshaus bei der Info-Veranstaltung zum VW-Logistikoptimierungszentrum. Etwa 150 Bürger waren gekommen, um Fragen an die Vertreter von Volkswagen und der Gemeinde Wendeburg loszuwerden.

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150 Bürger waren gekommen, um sich über das Logistik-Zentrum zu informieren. Bürgermeister Gerd Albrecht (r.) stand Rede und Antwort.

Quelle: rb

Hauptsächlich ging es dabei um das Thema Verkehr. So sollen am Zentrum an der Ecke L 321/B 214 Fahrzeugteile zum einen mit Lastwagen, zum anderen aber auch mit der Bahn angeliefert werden. Um letzteres zu ermöglichen, müsse die alte Bahntrasse instandgesetzt werden, erläuterte Burkhard Hüsken, Logistik-Leiter im Braunschweiger VW-Werk. Zudem müsse ein Gleisabzweig zum Logistik-Zentrum geschaffen werden. „Das sind vier Kilometer, eine ganz schöne Strecke“, unterstrich er. Zum Teil solle der Abzweig zweigleisig gebaut werden. Das Be- und Entladen des Zuges - geplant sei zunächst eine Fahrt pro Tag - solle innerhalb der Halle erfolgen.

Außerdem ging es um den Umbau der Kreuzung der L 321 und der B 214 - auch wenn laut Verkehrsgutachten die Kapazitäten eigentlich ausreichend seien: „Uns reicht das nicht“, so Hüsken. Denn rund 360 Lastwagen sollen täglich zum Zentrum fahren und es auch wieder verlassen: „Das sind alle 2,5 Minuten ein Lkw.“ Daher seien zwei zusätzliche Spuren zum Abbiegen auf beziehungsweise vom Grundstück geplant. „Zwei weitere Geradeausfahrspuren für die B 214 sind in Diskussion, aber das ist Sache des Bundes“, sagte der Logistik-Leiter. Auch den Radweg an der L 321 sprach er an: „Es macht Sinn, das in einem Zug zu machen.“

Beim Thema Lastwagen-Verkehr kochten die Emotionen deutlich hoch: „Ganz Harvesse fährt in Zukunft über Wendeburg“ war zu hören und „in Watenbüttel droht der Verkehrsinfarkt“. Außerdem wollten die Zuhörer wissen, welche Umleitung die Lkw bei einer Sperrung ihrer eigentlichen Strecke, der A2, nehmen würden. Keineswegs zufriedenstellend fiel für viele die Antwort aus, dass diese durch Schwülper fahren müssten. Dagegen wurde angeregt, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Konkrete Pläne dazu gebe es bei Volkswagen aber noch nicht, musste Hüsken mitteilen. Auch die Nutzung der Bahntrasse für den Personenverkehr wurde thematisiert: „VW hat nichts dagegen, wenn die Regiostadtbahn darauf führe.“ Generell sei das Thema für VW aber nebensächlich.

Baustart für das Logistik-Zentrum soll Ende des Jahres sein. Mit einem Jahr Bauzeit könnte die Halle 2015 stehen. Parallel dazu soll auch der Bahnverkehr starten.

web

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