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VW-Logistikzentrum: Grüne sorgen für Wirbel

Harvesse VW-Logistikzentrum: Grüne sorgen für Wirbel

Harvesse. Enttäuscht ist Harvesses Ortsvorsteher Heiko Jacke von den Äußerungen der Wendeburger Grünen zur Bürgerinitiative „Pro lebenswertes Harvesse“ im Zuge des möglichen VW-Logistikoptimierungszentrums bei Harvesse. Zudem fühlt sich der CDU-Politiker angefeindet.

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Südöstlich von Harvesse, nahe dem Autohof Schwülper, prüft VW einen Standort für ein Logistik-Optimierungszentrum.

Quelle: im

„Dass die Grünen als einzige ein offenes Ohr für die Bürgerinitiative (BI) haben, stimmt nicht“, sagt Harvesses Ortsvorsteher Heiko Jacke. Er habe den Mitgliedern von Anfang an für Gespräche zur Verfügung gestanden. Zu Treffen der BI sei er nicht eingeladen worden, „obwohl auch Bürgermeister Albrecht und sein Stellvertreter, Herr Wittig, bereit gewesen wären mit hinzugehen“, bemängelt Jacke. „So hätte man von vornherein für mehr Offenheit und Wahrheit sorgen können“, ist er überzeugt. Auch jetzt stehe er der BI jederzeit zu Gesprächen zur Verfügung.

Gleichzeitig sieht sich der Ortsvorsteher Anfeindungen ausgesetzt. So werde ihm etwa vorgeworfen, sich zwar als Naturliebhaber und Unterstützer des Heimatvereins darzustellen, durch die Ansiedlung eines VW-Logistikzentrums aber die Landschaft Harvesses zu verschandeln. Auch Zweifel an seiner Integrität würden geäußert.

„Das trifft einen schon“, sagt Jacke. „Als Ortsvorsteher kenne ich jeden der 412 Einwohner persönlich und will das Bestmögliche für die Ortschaft erreichen.“ Die Planung für das Logistikzentrum stehe erst am Anfang, beruhigt der Ortsvorsteher: „Es sind Gutachten erforderlich, hinsichtlich des Landschaftsschutzes, der Ausgleichsflächen und des Lärms, möglicherweise ist auch ein Sichtschutz nötig.“

Die Stimmung im Ort zum Vorhaben des Braunschweiger Volkswagen-Werks beschreibt Jacke dennoch als überwiegend positiv. Seine eigene Einstellung zum Logistikzentrum habe sich nicht geändert: „Ich begrüße das Vorhaben unter den wirtschaftlichen Begebenheiten“, verweist er auf die Finanzsituation der Gemeinde und zusätzliche Steuereinnahmen bei einer Ansiedlung des Zentrums.

Auch bei der Harvesser Bürgerversammlung am Donnerstag. 7. Februar, soll es um das Thema Volkswagen gehen: So ist laut Jacke ein Sachstandsbericht zum Logistikzentrum vorgesehen. Beginn ist um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Harvesse. „Ich versuche, jemanden von VW zu gewinnen, der die Planung vorstellt“, kündigt der Ortsvorsteher an.

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CDU kritisiert: „Grüne gefährden Projekt“

Wendeburg. Unverständnis herrscht bei der CDU-Gemeinderatsfraktion über die Stellungnahme der Grünen zum möglichen VW-Logistikzentrum: „Wie kann sich der stellvertretende Gemeindebürgermeister Julian von Frisch zu einer Aussage hinreißen lassen, dass die Grünen die Ansiedlung von VW in Harvesse nicht grundsätzlich verhindern wollen?“, fragt der Wendeburger CDU-Fraktionsvorsitzende Sigurt Grobe.

Seien es doch auch von Frisch und Grünen-Fraktionsvorsitzende Rosemarie Waldeck gewesen, die als Mitglieder des Gemeinderates für die Ansiedlung von VW gestimmt hätten. „Und dies in Kenntnis der Tatsache, dass Volkswagen auch schon damals bekannt gegeben hatte, dass sie eine Detailplanung erst nach Festlegung eines möglichen Standortes der Halle bekannt geben können.“

Das Verhalten der Grünen in den Gremien stimme nicht mit ihrem öffentlichen Auftreten überein. Und: „Es ist völliger Unsinn, dass die Verwaltungsspitze und die politischen Gremien eine Bückhaltung vor VW einnehmen.“ Vielmehr sei es erforderlich, ein so schwieriges Projekt gemeinsam zu realisieren. Aufgabe aller Ratsfraktionen und damit auch der Grünen als mit der SPD gemeinsam regierenden Ratsfraktion, sei die Wirtschaftlichkeit der Gemeinde. Neben den Interessen der Bürgerinitiative seien auch die der übrigen Einwohner zu berücksichtigen.

„Die wählerhaschenden Aktivitäten der Grünen gefährden die Realisierung des Projekts, denn VW kann es nicht gutheißen, wenn bereits der stellvertretende Gemeindebürgermeister und eine der Mehrheitsparteien ihr Wort brechen und das Projekt öffentlich infrage stellen.“

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