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VW-Logistik-Zentrum? Skepsis in Harvesse

Wendeburg-Harvesse VW-Logistik-Zentrum? Skepsis in Harvesse

Harvesse . Ein Viertel der Gesamtbevölkerung von Harvesse, gut 200 Bürger, ließen sich über das geplante Logistik-Zentrum des Braunschweiger VW-Werks an ihrem südlichen Ortsrand informieren und äußerten ihre Vorbehalte und Bedenken.

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Viele Fragen gab es bei der Info-Veranstaltung im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus in Harvesse zum möglichen Bau eines VW-Logistikzentrums.

Quelle: hui

„Was hat denn die Gemeinde davon?“ So lautete eine der ersten Fragen, als der Wendeburger Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU) im Dorfgemeinschaftshaus die Planungen für das VW-Logistik-Zentrum vorstellte.

Albrechts Auskunft, dass mit dem Logistik-Zentrum Gewerbesteuer-Einnahmen in die Gemeindekasse flössen und in Harvesse 160 bis 180 Arbeitsplätze geschaffen würden, konnte die Skepsis der Dorfbewohner nicht mildern. „Dafür werden die anderen Hallen in Braunschweig geschlossen - diese Arbeiter müssen doch auch irgendwo hin“, bemerkte eine Bürgerin. Ein anderer Anwohner kritisierte unter zustimmenden Gemurmel, dass er erst spät über die geplante Ansiedlung des Logistik-Zentrums erfahren habe.

Auch mögliche innerörtliche Verkehrsbelastungen, der Wertverlust von Häusern und Grundstücken sowie die Minderung der Wohnqualität beklagten die Harvesser. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich in Harvesse nicht gekauft“, äußerte ein Hausbesitzer aus dem nahe gelegenenen Harvesser Ring.

Bürgermeister Albrecht hatte keinen leichten Stand. Seine Versicherung, dass es vorerst nur eine Anfrage gegeben habe und noch nichts beschlossen sei, musste er mehrfach wiederholen. Misstrauen hatte unter den Anwesenden auch die Feststellung geschürt, dass bereits die Grundeigentümer wegen des Verkaufs der Flächen befragt worden seien. „Wir sind heute hier, um Sie zu informieren und ihre Bedenken aufzunehmen in dem Bestreben, eine einvernehmliche Lösung zu finden“, erklärte Albrecht.

„Allerdings müssen wir auch den Zeitfaktor berücksichtigen“, gab er zu bedenken. So müssten die vorgesehenen Flächen aus dem Landschaftsschutz herausgenommen und Ausgleichsflächen gefunden werden. Das Verfahren sei kompliziert, aber machbar. Und wegen des Gleisanschlusses und der Autobahnnähe sei der Standort für VW in Braunschweig ideal. Den Eigentümer einer dazu benötigten Fläche konnte all das nicht überzeugen, er wolle seine ehemalige Flachsrotte nicht verkaufen, bekräftigte der Landwirt.

Dass jedoch nicht alle im Dorf die VW-Ansiedlung rundheraus ablehnen, wurde klar, als Marcus Schmidt, Vorsitzender des Initiativkreises Wendeburger Unternehmen, unter Beifall für das Vorhaben plädierte.

Auch Einwohnerin Elke Belz ist sich noch nicht schlüssig: „Klar kann ich die Anwohner verstehen, und 600 Lastwagen am Tag ist schon eine Ansage“, sagte sie. „Aber es böte auch Chancen, und ein Anschluss an die Regio-Stadtbahn auf dem dann sanierten Gleis wäre doch was. Da ließe sich vielleicht noch etwas rauskitzeln.“

hui

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