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Überschwemmungen wegen mangelhafter Kanalisation?

Groß Lafferde Überschwemmungen wegen mangelhafter Kanalisation?

Groß Lafferde. Im Mai/Juni gingen im Peiner Land heftige Unwetter nieder, die in der Gemeinde Ilsede, vor allem in Groß Lafferde, für starke Überschwemmungen sorgten (PAZ berichtete).

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30. Mai 2016: In mehreren Straßenzügen von Groß Lafferde kam es nach einem heftigen Starkregen zu Überschwemmungen.

Quelle: Archiv

Der Verdacht: Die Kanalisation sei möglicherweise nicht optimal an die sich durch die Neubaugebiete veränderten Bestimmungen angepasst. Hans-Joachim Kloster, Fachbereichsleiter Bauen der Gemeinde Ilsede, weist diese Vermutungen jedoch zurück.

„Eine Ortskanalisation kann vom Fassungsvermögen niemals auf Unwetter-Ereignisse, wie im Juni geschehen, ausgelegt sein“, betont Kloster. Das Kanalisationssystem sei aufgrund der Wassermassen völlig überlastet gewesen. Das Unwetter sei punktuell so heftig und andauernd gewesen, dass innerhalb kürzester Zeit 70 Liter Niederschlag pro Quadratmeter niedergegangen seien.

„Für Groß Lafferde sind gerade in der Zeit nach Bildung der Gemeinde Lahstedt im Jahre 1971 sämtliche Neubaugebiete so angelegt worden, dass von dem vorherrschenden Mischsystem, wo Regenwasser und Schmutzwasser in einem Kanal zur Kläranlage geleitet werden, Abstand genommen wurde.

In den Neubaugebieten wurde jeweils die Kanalisation im Trennsystem gebaut, sodass Regen- und Schmutzwasser in getrennten Leitungen abgeführt werden“, erläutert der Fachbereichsleiter. Und weiter: „Die Ableitung des Regenwassers ist jeweils so vorgenommen worden, dass dieses entweder direkt über den Flöthegraben oder über die Fuhse abgeleitet wird und erst gar nicht in die Ortskanalisation gelangt. Außerdem hat die Gemeinde schon vor vielen Jahren für den östlichen Ortsbereich eine sogenannte Umgehungsleitung gebaut, die auch nichts mit der Ortskanalisation zu tun hat. Hierin entwässern beispielsweise die Neubaugebiete östlich der Marktstraße, wie zum Beispiel ‚Hinter der Mühle‘ und ‚Südstraße‘.“

Zudem werde das Kanalsystem systematisch im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Lahstedt überprüft - auch vor dem Hintergrund des Baus der zentralen Kläranlage in Gadenstedt. Daraus, so Kloster, werde sich dann auch ergeben, in welchen Bereichen aus hydraulischen Gründen eine punktuelle Sanierung des vorhandenen Abwassersystems notwendig sei.

mir

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