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Überraschung in Broistedt: Planungen für Bahnunterführung werden ausgesetzt

Lengede Überraschung in Broistedt: Planungen für Bahnunterführung werden ausgesetzt

Lengede. Überraschende Wendung: Die angedachte Bahnunterführung in Broistedt wurde abermals auf Eis gelegt. Das teilte Freitag die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit.

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So hatte die PAZ zuletzt über das Projekt berichtet.

„Von dieser Entscheidung bin ich nicht begeistert, ich muss sie jedoch akzeptieren“, sagte Lengedes Bürgermeister, Hans-Hermann Baas (SPD). Er war auch gestern erst vom Wolfenbütteler Geschäftsbereichsleiter, Bernd Mühlnickel, über die neuesten Entwicklungen informiert worden. „Der Bau der Unterführung würde gegenwärtig den Verkehrsfluss nicht wie erwartet verbessern“, erläuterte Mühlnickel die Entscheidung der Behörde, das etwa 15 Millionen Euro teure Projekt abermals auszusetzen. Dies zeige das Ergebnis einer neuen Verkehrsprognose.

Hintergrund sei, dass der Bau einer Trogstrecke unter der Bahn in Zuge der Bahnhofstraße die Anbindung des benachbarten Gewerbegebietes über den Grubenweg kappen würde. Eine neue, nordwestlichere Anbindung über den Schachtweg müsste jedoch mit einer Ampelanlage versehen werden. „Die Rotphasen dort würden den Verkehr stärker behindern als die Schrankenschließzeiten jetzt“, resümierte der Geschäftsbereichsleiter.

Dies zweifelt Lengedes Bürgermeister entschieden an, seit Jahren setzt er sich für die Umsetzung des von der Deutschen Bahn initiierten Projektes ein. „Die angenommenen Behinderungen durch die Rotphasen sind reine Spekulation, Messungen hat es da sicherlich noch keine gegeben“, so der Lengeder Verwaltungs-Chef.

Ganz vom Tisch ist die Unterführung dabei allerdings eh noch nicht. „Es ist nicht auszuschließen, dass sich der Zugverkehr zukünftig erhöhen könnte“, erklärte Mühlnickel. Über eine mögliche Fortsetzung der Planungen werde die Behörde daher nach der Aktualisierung des örtlichen Nahverkehrsplans innerhalb der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans im Jahr 2015 und einer erneuten Überprüfung der Schrankenschließzeiten 2016 entscheiden.

„Gegenwärtig rechtfertigt die aktuelle Sachlage jedenfalls nicht den Eingriff in private und öffentliche Belange, den der Bau dieser Trogstrecke darstellen würde“, unterstrich Mühlnickel im Hinblick auf ein für den Bau noch erforderliches Planfeststellungsverfahren. Die Planung könne unter diesen Vorzeichen einer juristischen Überprüfung nicht standhalten. Diese Argumentation kann Baas durchaus nachvollziehen. „Wir müssen jetzt einfach abwarten - und da wir bereits 22 Jahre gewartet haben, fällt das auch etwas leichter“, sagte der Bürgermeister.

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