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Tödlicher Unfall mit 80-Jähriger: Lengeder verurteilt

Lengede/Peine Tödlicher Unfall mit 80-Jähriger: Lengeder verurteilt

Lengede/Peine. Vor dem Amtsgericht Peine musste sich ein Lengeder (54) wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Das Gericht verurteilte den nicht vorbelasteten Mann zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 65 Euro (5850 Euro). Seine Schuldgefühle werden den Familienvater sein restliches Leben begleiten.

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Unfallaufnahme in Lengede nach dem Unglück auf dem Vallstedter Weg Im Februar, bei dem eine Seniorin (80) tödliche Verletzungen erlitt.

Quelle: Archiv

Im Februar dieses Jahres kam es in Lengede zu einem folgenschweren Verkehrsunfall mit einer Toten (80). Der Angeklagte fuhr mit seinem Pkw bei „sonnigem, trockenen Wetter“ regelkonform mit etwa 50 Stundenkilometern durch Lengede. Er bemerkte eine Seniorin mit zwei Gehhilfen auf dem Fußweg des linken Fahrbahnrands in etwa 50 Meter Entfernung.

Kurzzeitig richtete er seine Aufmerksamkeit auf ein geparktes Fahrzeug am rechten Fahrbandrand, um sicherzugehen, dass dort keine Fußgänger hervortraten. Dass die Seniorin in der Zwischenzeit die Fahrbahn zum Überqueren betreten hatte, bemerkte der Angeklagte nicht.

Während der Verhandlung klärte ein Sachverständiger den Unfallhergang. Auf ausdrückliche Nachfrage der Verteidigung bestätigte dieser, dass zwar bei uneingeschränkter Aufmerksamkeit des Fahrers auf die Fußgängerin der Unfall vermieden hätte werden können, trotzdem aber der verunglückten Frau eine gewisse Teilschuld eingeräumt werden kann. Der Angeklagte ging nicht davon aus, dass die Frau die Straße überquert. Die Seniorin schätzte die Situation offensichtlich so ein, dass eine gefahrlose Überquerung möglich sei. Laut Gutachten wäre dies rein rechnerisch möglich gewesen, jedoch nicht, ohne das der Angeklagte abbremst oder anhält.

Ausdrücklich betonte das Gericht, dass in dem vorliegenden Fall Paragraf 3, Absatz 2a der StVo zur Anwendung käme, der besondere Rücksicht gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen verlangt, sodass die größte Schuld den Angeklagten träfe.

Dieser Angeklagte war von dem Geschehen sichtlich mitgenommen und würde nach eigener Aussage „am liebsten alles rückgängig“ machen. Weinend betonte er, wie leid es ihm tue, erzählte von seinen psychischen Problemen und das sein gesamtes Leben sich gerade „auflöse“.

Dies und die Tatsache, das der 54-Jährige vorher weder strafrechtlich noch verkehrsrechtlich irgendwie aufgefallen sei sowie eine gewisse Teilschuld der Fußgängerin veranlassten das Gericht zur Verhängung der Geldstrafe. Von einem Fahrverbot als erzieherischem Mittel sah das Gericht ab.

gs

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