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Theaterkreis Bortfeld auf Tournee in Sophiental

Wendeburg Theaterkreis Bortfeld auf Tournee in Sophiental

Sophiental . Seit vielen Jahren bittet der Theaterkreis Bortfeld sein Publikum zu einer geschmacklichen Liaison aus Rotwein und Käse - wobei letzterer auch als Umschreibung für nicht ganz Ernsthaftes gemeint ist. Gehen die Regional-Künstler auf Tournee, wird aus Rotwein und Käse „Humor und Spaß“ - wie nun in der „Linde“ in Sophiental.

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Der Theaterkreis Bortfeld unterhielt das Publikum im Gasthaus Zur Linde in Sophiental mit einer Mischung aus Sketchen, Lesungen, Bortfelder Platt und mehr.

Quelle: Isabell Massel

Das Gasthaus mit seinem zünftigen Interieur bietet für solcherart gourmet-geistige Lockerungsübungen genau die richtige Atmosphäre. Wie leckere Käsehäppchen am Spieß servierten die Bortfelder Sketche und Vorgelesenes - gepfeffert mit Bortfelder Platt, gewendet in niedersächsischem Humor oder einfach beides auf einmal.

Das Publikum lehnte sich auf den Holzstühlen wie im Fernsehsessel behaglich mit Bierglas in der Vorhalte und Curry-Wurst in Reichweite zurück und genoss einerseits schmunzelnd familiäres Wohlbehagen bei mundartlichen Lebensweisheiten und haute sich andererseits vor Lachen auf die Schenkel, dass der Ketchup spritzte.

Letzteres verschuldeten beispielsweise die jungen Wilden der Theatergruppe, die mit erfrischend unbefangenem Spiel und sprachlich klasse bei einer Seniorin die Tageszeitung aus Papier als „faltbaren Bildschirm“ kennenlernten. Oder Dietmar Sündermann, der als „Hartmut Pape“ in lockerer „braunschwaager“ Mundart „aus bloßem Koppe“ die guten alten Zeiten beschwor und beispielsweise den Handwerkermangel auf eine „Latzhosen-Intoleranz“ zurückführte. Wer außerdem über das „große Plattinum“ verfügte, konnte sprachlich nachvollziehen, was die Plattdeutschgruppe der Bortfelder Formation im Computerkurs lernte.

Das Publikum gluckste vor sich hin, war glücklich, dass das „Frühstück bei Stefanie“ nun dialektfrei in Bortfeld stattfand und staunte, wenn „Harry den Wagen vorfährt“, um Derrick und die vor „Langeweile gestorbene Leiche“ wegzufahren.

Der nächste Mörder wartete, sollte die Gattin im Loriot-Klassiker noch einmal ein hartes Ei servieren. Christopher Graffam lieferte als Komiker „Emil“ in schweizerischer Mundart einen Höhepunkt als Beamter im Telegrafenamt.

Sogar ein paar salzige Besinnlichkeiten wurden ins Programm gestreut: vorgelesene Klassiker von Fontane („John Maynard“), Maxim („Immer einen Kopf“) und Peter Hacks („Der Bär auf dem Försterball“). Zum Ausklang ließ das Publikum sogar die Curry-Wurst kalt werden, wenn die Bortfelder „ihre“ Steffi Rumpel als gesangliche Antwort auf Andrea Berg („Und wenn ich geh’“) präsentierten. Die Laien-Sängerin mit dem sanften Schmelz in der Kehle und dem samtigen Augenaufschlag heimste für den schmusigen Schlager enthusiastische „Bravo“-Rufe ein. Erlaubt ist, was schmeckt.

uj

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