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Streit um begehrte Uhr endete vor Gericht

Lengede/Hildesheim Streit um begehrte Uhr endete vor Gericht

Hildesheim . Es ging noch einmal glimpflich aus vor Gericht für einen 22-Jährigen aus Lengede: Die Anklage gegen ihn wegen schweren Raubes wurde im Laufe der Verhandlung vor dem Landgericht Hildesheim auf Diebstahl reduziert, das Verfahren schließlich eingestellt.

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Landgericht Hildesheim: Die Anklage wegen schweren Raubes gegen einen 22-jährigen Lengeder wurde auf Diebstahl reduziert, schließlich wurde das Verfahren eingestellt.

Quelle: A

Im März 2011 kam es zwischen dem Angeklagten und einem 19-jährigen Bekannten zu einer Auseinandersetzung um eine Armani-Uhr. Der Jüngere hatte dem Angeklagten diese Uhr abgekauft, jedoch angeblich nicht den gesamten Kaufpreis gezahlt, sondern war 50 Euro schuldig geblieben. In den nächsten Tagen, so der Angeklagte, sei der Bekannte ihm aus dem Weg gegangen, so- dass er das Geschäft schon bereute. Davon abgesehen sei die Uhr ein Geschenk seiner Frau gewesen, die ihm den Verkauf übel genommen hätte.

Als er den 19-Jährigen bei einem Freund antraf, stellte er ihn recht unfreundlich zur Rede. Der Käufer wollte die Armani-Uhr aber nicht wieder hergeben. Trotzdem unterhielten sich beide zunächst friedlich. Der Angeklagte bot verschiedene Waren als Ersatz an - andere Uhren, Kleidung, Schmuck. Doch der 19-Jährige wollte lieber die Armani-Uhr behalten.

Gegenüber der Polizei sagte er später, der Angeklagte habe ihn mit einem Klappmesser bedroht und ihm so die Uhr abnehmen können. Der Angeklagte dagegen behauptete, er habe vorgegeben, die Uhr noch einmal ansehen zu wollen, und sie dann einfach nicht wieder herausgegeben. Ein Messer habe er nicht dabeigehabt.

Er leide seit einem Autounfall unter Gedächtnisproblemen, erklärte das 19-jährige Opfer vor Gericht. Seine Aussage verlief schleppend und widerstrebte dem Opfer augenscheinlich.

Sein Bekannter habe zwar ein Messer gehabt, räumte er auf Nachfrage ein. Doch das sei „wie aus einem Kaugummi-Automaten“ und habe ihm keine Angst gemacht. Er habe die Uhr herausgegeben, weil er dem Angeklagten einen Diebstahl nicht zutraute: „Er ist eigentlich ein guter Junge.“ Umso mehr ärgerte er sich, als der Angeklagte mit der Uhr einfach in seiner Wohnung verschwand. Der Polizei gegenüber habe er deshalb vielleicht etwas übertrieben.

Staatsanwältin Silke Knobel und dem Gericht unter Vorsitz von Britta Schlingmann reichten die unsicheren Aussagen des Opfers für eine Verurteilung wegen schweren Raubes nicht aus. Das Verfahren wurde eingestellt.

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